Kreatives

So ein Zirkus!

Himmelblau und Sommerbunt - 27 September, 2014 - 16:40
10 Tage Ruhe bei "Himmelblau und Sommerbunt" - und natürlich gilt die wohlbekannte Bloggerregel: Wenn das virtuelle Leben brachliegt, tobt das reale dafür um so mehr. So war es auch bei uns in den vergangenen Tagen.
In der Grundschule war ein ganz besonderes Projekt angesagt: Zirkuswoche! Dafür wurde nahezu die ganze Schule täglich mit Sonderstraßenbahnen zum nächstgelegenen Einkaufspark kutschiert, wo der 1. Ostdeutsche Projektcircus Andre Sperlich sein Chapiteau aufgeschlagen hatte. Und dort wurde unter der Anleitung engagierter, geduldiger und unglaublich nervenstarker Zirkustrainer geübt, was das Zeug hielt. Für jedes Kind fand sich die richtige Nummer, ob groß, klein, sportlich oder eher nicht so, extrovertiert oder ein bisschen schüchtern. Ganz "alltägliche" Grundschüler verwandelten sich in Tänzer, Clowns, Dompteure, Piraten, Seiltänzer, Akrobaten, Zauberer, Jongleure ... Am Ende konnte jeder seinen Teil zu einer zauberhaften Zirkusvorstellung beitragen. Musik, leuchtend bunte Kostüme, strahlendes Licht, begeisterte Kinder und viel Arbeit hinter den Kulissen - daraus wurde ein unvergesslich schönes Erlebnis für alle Beteiligten.

Und "Frau Himmelblau und Sommerbunt" jeden Tag mittendrin, als eine der zusätzlichen BetreuerInnen des Flohzirkus' sozusagen. ;-) Anstrengend war's. Nach den Vormittagen im Zirkus war ich so fix und fertig, als hätte ich mindestens die doppelte Zeit körperlich schwer gearbeitet. Aber es war auch wunderschön, die Kinder jeden Tag ein bisschen besser kennenzulernen, ihre Begeisterung zu sehen, die Aufregung mit auszuhalten und am Ende Teil des großen Ganzen zu sein. Ich möchte jetzt am liebsten gaaaanz lange schlafen. Aber ich würd's wieder tun. :-)

Hier noch ein paar ganz kleine Eindrücke von der Zirkusvorstellung. Alle etwas unscharf, da für Laien sehr schwer zu fotografieren. Das macht in dem Fall aber gar nichts, denn ich möchte ja sowieso keine gut erkennbaren Leute hier zeigen, die ich nicht vorher um Erlaubnis gebeten habe. ;-)

 Fulminanter Auftakt der Vorstellung mit einer Lasershow.
Und da marschieren sie ein - "unsere" Gruppe. Ja, sie sind auch uns Eltern ans Herz gewachsen in dieser Woche und wir waren auf jedes einzelne Kind unheimlich stolz, besonders natürlich auf's eigene. ;-) 
Der kleine Mann in unserm Haus trat in der "Schwarzlichtshow" als Fischlein auf. Die Kinder stellten beim Tanz mit Tüchern und Fischen, die bei Schwarzlicht strahlend aufleuchteten, eine abenteuerliche Reise durchs Meer dar.
 Da wirbeln die bunten Wellen, und obendrüber "schwimmt" eine der Hauptdarstellerinnen der Show.
Hier drehen die kleinen Meeresbewohner stolz ihre Ehrenrunde, bevor sie die Manege für die nächste Nummer frei machen.

Leider, leider kann ich mit Fotos nicht mal ansatzweise zeigen, wie wundervoll die Show live aussah. Das müsst ihr mir einfach glauben. :-) Freut euch auf alle Fälle, wenn auch in den Schulen eurer Kinder so ein Zirkusprojekt angekündigt werden sollte. Es lohnt sich!

Und es hat Folgen: Bei uns im Kinderzimmer steht eine Manege aus Zeitschriftensammlern, am Hochbett baumelt ein Halstüchervorhang, die Kinder üben Trapeznummern am Bettgestänge, teilen selbst gebastelte Eintrittskarten aus und der CD-Player läuft sich am Zirkustitelsong heiß ... Mal sehen, wie lange ich das noch ohne irgendwelche Verschleißerscheinungen hören kann ... :-D


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MMM mit "Liv"

Himmelblau und Sommerbunt - 17 September, 2014 - 09:24
Mein erstes Herbstshirt des Jahres, ganz passend mit tanzenden Blättern:


Eine "Liv" von pattydoo aus einem Jersey von Lillestoff und Stretchjerseyresten von früheren Projekten. Ich mag das Shirt sehr und wurde auch schon mehrfach drauf angesprochen. Auf dem Foto wirkt es irgendwie formlos. Ich habe das Gefühl, das Muster schluckt im Bild die Form. Im Original gefällt's mir besser. Es sitzt gut, ein bisschen lässig, aber trotzdem figurbetont. Der Schnitt ist toll, sehr professionell. Ich habe nur die Seitenlinie geändert, aber das mache ich immer. Da scheine ich  einfach etwas kurviger zu sein als die Durchschnittsfrau. An der Länge habe ich nichts gemacht. Für ein Herbstshirt zu Hosen ist die an mir genau richtig.


Und da ist auch das kleine Urlaubsandenken, das ich schon erwähnte. Beim Kauf wusste ich das nicht, aber hier passt die Farbe des Samtbands einfach perfekt. Immer wieder schön, wenn Stoffe und Accessoires so zusammenfinden.

Und jetzt ab zum MMM. Mal schauen, was die anderen Damen heute tragen.
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Alles Drin

Himmelblau und Sommerbunt - 16 September, 2014 - 07:00
Schon lang nicht mehr im Haus, aber bisher nicht verbloggt: Eine Tasche, hergestellt nach Kundenwunsch.
Die Vorgaben waren: schlichte Form, verschließbar, Schwarz - Weiß - Rot mit vielen Punkten, Größe ausreichend für A4, gern bisschen Tüddelkram. Eben was Hübsches für eine lustige junge Dresdner "Neustadtpflanze". :-)

Die Wahl fiel auf die "Alles drin" von Farbenmix in der kleineren Variante.

Ich habe also im Nähstübchen und meinen Vorräten gekramt, geschüttelt und gerührt, und das fabriziert:


Wie gewünscht eben, eine Tasche, und mit Punkten, vieeelen Punkten. Am Reißverschluss hängt als kleines Extra ein winziger Häkelmuffin. (Pst, ich weiß, dass die rote Zackenlitze einen Knick hat. Ist beim Bügeln passiert und wurde natürlich noch korrigiert. Für neue Fotos fehlte leider die Zeit.)

Auch am Reißverschluss Punktemix.

Innen Rot mit Pünktchen, große Seitentaschen für Kleinkram und Webbandschlaufe für den Schlüssel.
Die Tasche kam bei der Kundin gut an, die Beschenkte war offenbar begeistert und ich nehme mal an, dass die Punkte jetzt fröhlich durch die Neustadt tanzen.
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Das Stückchen Urlaubsglück für Nähbloggerinnen

Himmelblau und Sommerbunt - 15 September, 2014 - 10:36
- na, was könnte das wohl sein? Ganz klar: Die Entdeckung eines zauberhaften Stofflädchens direkt im Urlaubsort! Erstmals wurde es außerhalb der Öffnungszeiten gesichtet und natürlich sofort ins unbedingt zu absolvierende Programm für die nächsten Tage aufgenommen.

Zunächst war ein entspannter Einzelausflug für die "Nähmama" geplant. Aber da das große Mädchen sich auch schon sehr für Stoffe und allen dazu passenden Kram begeistern kann und außerdem einzeln eigentlich gaaanz lieb ist ;-), wurde dann doch ein Mutter-Tochter-Ereignis draus. Das war gut so. Ich glaube, wir haben beide unsere gemeinsame Zeit sehr genossen. Unser Ziel:


 Das "nellirabelli" ist klein, aber seeehr fein. Ein mit ganz viel Liebe eingerichtetes Geschäft voller Traumstoffe (größtenteils mindestens ÖkoTex-zertifiziert) und Tüddeleien - man findet alles, was das nähbegeisterte Herz nur begehren kann. Dazu auch fertige Nähwerke zur Inspiration, das eine oder andere Dekostück und eine ganz besonders nette Ladeninhaberin, die das bezaubernde Gesamtbild erst komplett macht. Kein Wunder, dass sich die Kunden permanent die Klinke in die Hand geben.

Freundlicherweise durfte ich fürs Blog fotografieren, deswegen könnt ihr euch jetzt auch ein bisschen bei "nellirabelli" umschauen:










Zu finden ist das kleine Nähbloggerparadies ganz real in Oldenburg in Holstein, aber auch virtuell zum Schauen und zum Einkaufen.

Eingekauft haben wir natürlich auch, und die Ausbeute soll hier nicht vorenthalten werden. Ich sag's gleich, ich hätte den Laden leerkaufen können, aber die liebe Urlaubskasse darf ja nicht überstrapaziert werden. Und das Auto war eigentlich auch schon auf der Hinfahrt voll. ;-)


Das sind die Schätze des Tochterkindes: Es hat zwei kleine Stoffabschnitte für ein Kissen ausgewählt. Und weil es sich gar so sehr in den kleinen Scherenanhänger verliebt hatte, bekam es den zu seinem Einkauf geschenkt! Vielen Dank für die strahlenden Kinderaugen!



Und das wanderte in Mamas Einkaufstasche: Ein paar Käferchen auf Jersey, natürlich für die Mädels gedacht, maritime Bänder, Kirschchenwebband und ein Samtband in einer absoluten Lieblingsfarbe. (Hab ich schon mal gesagt, dass ich bei Samt schwer widerstehen kann? Selbst Kaufklamotten mit samtigen Details rufen immer ganz laut nach mir. ;-) Na ja, ich guck jetzt gar nicht mehr hin, selber Nähen ist angesagt. Ein Stückchen vom Urlaubssamtband hat schon sein Plätzchen gefunden. Aber das zeige ich am Rumstag.)

Dass ich von unserem Urlaubsort total begeistert war, wissen die treuen Blogleser ja schon. Das schöne Stofflädchen hat natürlich ganz wesentlich dazu beigetragen. :-D Da muss ich nächstes Jahr wieder hin. Und ich kann nur jedem, der in der Nähe landet, empfehlen, auch mal bei "nellirabelli" vorbeizuschauen.
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RUMS mit "Raita"

Himmelblau und Sommerbunt - 4 September, 2014 - 09:44
Vor kurzem durfte ich wieder einmal probenähen - für Sophie von "Näähglück". Es ging um einen Wickelrock. Nun mag ich solche Röcke eigentlich nicht. Irgendwie kann ich mich nicht entspannen, wenn ich ständig befürchten muss, beim kleinsten Windhauch freier bekleidet dazustehen, als mir lieb ist.

Beim Modell "Raita" ist das allerdings etwas ganz anderes. Seine raffinierte Schnittführung sorgt dafür, dass der Rock in mehreren Lagen liegt - keine Chance für den Wind. Und das Ganze sieht dann auch noch außergewöhnlich und sehr schmeichelhaft an der Trägerin aus.

Hier ist mein erstes, aber ganz bestimmt nicht letztes Modell:


Ich habe einen leichten Jeansstoff und fertiges Blümchenschrägband aus einem ganz dünnen, weichen Material für meine "Raita" verwendet. Inspiriert vom Schrägbandmuster musste ich dann noch spontan mit Nähmaschine und Stickgarn zwei passende Blumen auf die "nackige" Vorderseite kritzeln. Wohlgemerkt am fertigen Rock, der dann doch recht ausladende Maße hat. Das dauerte noch mal so lange wie das Nähen. Selber schuld. :-) Aber der Aufwand hat sich gelohnt - ich liebe das Ergebnis.
Hier ist der Rock aus zwei Teilen zusammengesetzt. Man kann ihn aber auch je nach Muster, Stoffart und vorhandener Materialmenge in einem Stück oder in bis zu vier Teilen zuschneiden. Ich habe die kürzere von zwei Varianten gewählt. An Damen mit durchschnittlichem Höhenwachstum sollte der Saum dann knapp über dem Knie enden. Da ich eben etwas unterdurchschnittlich ausgefallen bin, bedeckt mein Rock gerade die Knie. Ich finde ihn genau richtig so, und auch ansonsten sitzt er perfekt.
Das Nähen ist nicht aufwändig und recht einfach, obwohl so einige Meter Schrägband befestigt werden müssen. Der Schnitt ist meiner Meinung nach also durchaus anfängertauglich, sofern man den Willen mitbringt, sich hartnäckig und geduldig mit Schrägband auseinanderzusetzen und sich an Knopflöchern zu versuchen.

Das E-Book "Raita" ist sehr sorgfältig erstellt und beschreibt umfassend, wie frau zu einem schönen und perfekt auf die Trägerin zugeschnittenen Wickelrock kommt. Da nicht jede Dame den Tabellenmaßen entspricht, wird ausführlich erklärt, wie der Schnitt bei verschiedenen Abweichungen zu ändern ist, damit am Ende alles passt. Erfolgserlebnisse sind also so gut wie garantiert, jedenfalls, so weit das E-Book dazu beitragen kann. ;-) Von mir eine klare Empfehlung für den Wickelrock "Raita".

Das E-Book ist online im Näähglück-Lädchen als Sofort-Download erhältlich. Für alle, die am liebsten durch Zuschauen lernen, zeigt Sophie noch in einem Video, wie "Raita" genäht wird.
Also ran - auch der Herbst hat schöne Tage und wozu gibt es schließlich schicke Stiefel. Außerdem gibts sooo viele schöne Stoffe ... Feincord, hach ja ... und und und ... :-)

So, und jetzt noch ab zu RUMS mit "Raita".
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Malen, Basteln, sauber Bleiben

Himmelblau und Sommerbunt - 3 September, 2014 - 13:31
Zwei Schulanfänger waren dieses Jahr im Freundeskreis zu beschenken. Natürlich frage ich immer, was eventuell an selbst herstellbaren Schulutensilien gebraucht werden könnte. Eine Schürze für Kunst- und Werkenunterricht benötigen fast alle. Und wenn die dann noch unverwechselbar aussieht, weil es diese kein zweites Mal gibt, ist das um so besser. Lieblingsfarben und -themen können bei solchen Unikaten natürlich auch noch berücksichtigt werden.

Also einmal quer durchs Nähstübchen, ein paar Runden Bügeleisen und Nähmaschine und tadaa:

 Ein schlichtes Jungenmodell in Grün-Grau mit Autos.
Und die etwas tüddeligere Mädchenvariante in Türkis-Blau mit Rüschen, Punkten und Pferden. (Wie man sieht, ist auch die Freundin unseres Mädels nach Rosa bei den Blautönen gelandet. :-) )
Bei beiden kann einfach der Knopf versetzt werden, wenn oben etwas mehr Länge gebraucht wird. Und die Bindebänder sind wieder extralang, damit sie vor dem Bauch gebunden werden können, weils so leichter geht.
Der Schnitt ist selbst gebastelt.
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2 Wochen ...

Himmelblau und Sommerbunt - 2 September, 2014 - 11:52
... und ein paar Tage war ich schon wieder blogfaul. Ja, ich geb's zu, es ist tatsächlich so. Manchmal hab ich einfach keine Lust. Da will ich lieber lesen oder sonst irgendwas vor mich hin murksen. Und dann überlasse ich dem Herrn des Hauses auch gern den großen Computer für das eine oder andere Spielchen fürs Kind im Mann und melde keinen Nutzungsbedarf an. ;-)
Es gibt aber schon noch andere Gründe für virtuelles Schweigen.

Da muss gleich nach dem Urlaub eine junge Dame, die wieder ein Jährchen größer wird, gebührend gefeiert werden:



Und zwar mit knalleblauem Kuchen, jawohl. Blau ist das neue Rosa, wenn man schon 6 Jahre alt ist. Ab jetzt bitte alles in dieser Farbe, auch Essbares. Kindern ist es nämlich völlig egal, dass Blau angeblich keine appetitliche Farbe ist, da in der Natur nichts Genießbares in dieser Schattierung vorkommt. Blau ist schön, und wenn es bisher kein blaues Essen gibt, muss das schnellstens erfunden werden. So einfach ist das. :-)

Dann muss der Garten dringend vor der völligen Verwilderung gerettet werden. Man ahnt nicht, was zwei Wochen Abwesenheit im August ausmachen, bis man es sieht - als hätte man dem Fleckchen Erde seit Jahren keine Pflege angedeihen lassen, oh wei. Dazu kommt die dringend fällige Ernte von Bohnen und Kartoffeln:


Ganz ordentlich. Von den Bohnen sind hier nur ungefähr die Hälfte zu sehen. Das Ganze will natürlich auch verarbeitet werden.


Zum Beispiel zu einem kunterbunten, einfachen und trotzdem superleckeren Abendessen. Kartoffeln und Buttergemüse, mehr braucht man nicht, wenn man es von Anfang bis Ende selbst erarbeitet hat. Und sind die Kartoffeln nicht wunderschön? Man glaubt es kaum, dass sowas in der Erde wächst. Es sieht eher aus, als hätte man der mäkeligen Prinzessin ihr Essen lila und rosa gefärbt, damit es auch im Magen landet. Aber nein, in diesem Fall ist alles reinste Natur.

Dann stand wieder ein Treffen der Dresdner Nähbloggerinnen an, worüber die anderen fleißigen Näherinnen ausführlich berichtet haben.

Dann packt man noch einmal eine Reisetasche, für die beiden Großen dieses Mal. Ein mehrtägiger Urlaub bei Oma und Opa soll die Ferien abschließen. Dafür darf das Jüngste Einzelkindstatus genießen. Und das macht richtig Spaß, Kind und Mama. Wann kann man schon mal einem Kind die volle Aufmerksamkeit widmen? Solche Tage tun gut und füllen die Tanks für den stressigeren Familienalltag.

Dann müssen Schulsachen gesichtet und neu besorgt werden. Außerdem braucht der Älteste einen Haarschnitt, bevor der Alltag mit Schule, Kindergarten und Co die Zeit für Friseurbesuche knapp werden lässt.

Und daaaann wird natürlich auch noch ein bisschen genäht - einmal zur Probe für einen tollen Wickelrock und einmal Mal- und Bastelschürzen für zwei stolze Schulanfänger. Die Nähwerke bekommen aber noch einen Extrapost, die sollen ja nicht im Tagesgeschäft untergehen.

Dann will man den Schuleintritt, für den man fleißig Geschenke gewerkelt hat, auch feiern, was aber ein paar gemeine Magen-Darm-Viren zu verhindern wissen.

Und dann gehen Schule und Kindergarten wieder los und irgendwie sind plötzlich eben 2 Wochen und ein paar Tage um ...
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Ostholstein forever!

Himmelblau und Sommerbunt - 17 August, 2014 - 17:36
Wir sind wieder da - leider! Dieses Jahr haben wir wirklich, wie erhofft, das Kontrastprogramm zum letzten Urlaub erlebt. Es gibt ihn doch, den erholsamen Urlaub mit Kindern!

Unser Nachwuchskommitee beantragte dieses Mal geschlossen Ferien am Meer. Keins der Kinder hatte Wellen und Strand bisher bewusst erlebt, also wurde es Zeit. Bei der Recherche nach Ferienwohnungen stießen wir ziemlich schnell auf eine Anzeige, die genau das versprach, was wir ersehnten: Ostseestrand in schnell erfahrbarer Nähe und eine Wohnung angenehmer Größe mit umfassend praktischer Ausstattung, Spielzeug für drinnen und draußen und vor allem einem riesigen zur Benutzung freigegebenen Garten. Das war unser Urlaubsort, ganz klar. Von der Lage auf bisher unbekanntem Terrain, nämlich in Oldenburg in Holstein, ließen wir uns nicht hindern, da sind wir ganz unerschrocken.
:-)

Unser Mut wurde belohnt. Besser hätte es nicht kommen können. Das temporäre Heim erwies sich wirklich als optimal. Neben allem, was so eine Anzeige verspricht, erwarteten uns auch noch ganz besonders liebe, herzliche Vermieter und Miturlauber mit Spielkameraden für die kleine Räuberbande.
Überhaupt waren wir hin und weg von den Ostholsteinern. So viel Offenheit und Freundlichkeit erlebt man selten. Man wird sogar von völlig fremden Jugendlichen auf der Straße gegrüßt! Unglaublich, oder? :-) Die Kinder wurden überall angelächelt, kein genervter Blick, weil sie nun mal sind, wie Kinder sind, wenn es ihnen gut geht. (Man bemerkt sie halt manchmal, auch wenn sie nicht direkt ungezogen sind. ;-) )

Ich kann gar nicht genug schwärmen von der Gegend, allem, was es zu entdecken gibt, und überhaupt ...
So soll Urlaub sein! Dieses Mal haben wir wirklich das Gefühl, für den Alltag aufgetankt zu haben, auch wenn wir heute müde von der Heimfahrt sind und die Spuren der Reise beseitigt werden müssen.

Um den perfekten Urlaub zu demonstrieren, gibts noch ein paar Bilder.

So sehen Kinder aus, die das Meer in vollen Zügen genießen:




Und so eine Familie, die eigentlich noch lange nicht wieder nach Hause will:


Für nächstes Jahr haben wir schon mal reserviert.

Demnächst gibts hier noch mehr Urlaubseindrücke, denn ein Post reicht nicht für so eine tolle Zeit. Auch Entdeckungen fürs Nähbloggerherz müssen auf alle Fälle noch dokumentiert werden. :-)
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Mädels dreht euch ...

Himmelblau und Sommerbunt - 10 August, 2014 - 13:46
Im letzten Post waren sie schon als Nebendarsteller zu sehen, aber sie verdienen es, auch einmal die Hauptrolle spielen zu dürfen: die neuen Drehröckchen unserer beiden kleinen Damen. Meine Schnabelinaröcklis gefielen den Mädchen gar zu gut. Am liebsten sollte ich mich die ganze Zeit drehen. Davon wird mir schwindelig, deswegen fand ich es praktischer, meinen Fans ihre eigenen Tanzröckchen zu nähen. Dafür bot sich "Flare Hem" aus der aktuellen Ottobre an, die ich mir dieses Mal tatsächlich nur geliehen habe. ;-) Aus 4 gleichen Schnittteilen ist das Modell ganz schnell fertiggestellt. Ich habe allerdings den Bauchbund nicht, wie eigentlich vorgesehen, umgeschlagen, sondern noch extra angesetzt. Das Röckchen fällt nämlich sonst äußerst knapp in der Länge aus.

Die kleinen Tänzerinnen sind glücklich, wie man ihnen deutlich ansieht:

Mathildas Rock in 116 (oder 110? - vergessen ... ;-) ) entstand aus dem von ihr selbst erstandenen Jersey vom Stoffmarkt.
  Für Emilias Exemplar in 92 fand sich ein rot-weißer Pünktchenjersey aus dem Lieblingsstoffladen im Regal.
Ich finde meine Mädels natürlich zuckersüß, wenn sie ihre Flederröckchen so begeistert drehen lassen. Was den Schnitt betrifft, gefällt mir der Fall beim 6-teiligen Schnabelina-Röckli etwas besser. Wahrscheinlich werde ich auch die Kindervariante davon noch ausprobieren.
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RUMS mit maritimem Touch

Himmelblau und Sommerbunt - 7 August, 2014 - 19:51
RUMStag, und mein Blog hat mich wieder. Hier war es ruhig in letzter Zeit, dafür tobte sich das Leben live aus, in allen Facetten, die es zu bieten hat - traurig, froh, arbeitsintensiv ...

Derzeit gönnen wir uns und der Alltagsroutine eine Pause. Wir lassen die Tage langsam dahinplätschern, genießen ländliche Ruhe, frische Seeluft und Wellenrauschen. Der maritime Touch ist also durchaus in mehrfachem Sinne zu verstehen.
Dass ich intensiv an meiner Sommergarderobe gearbeitet habe, wurde in den letzten Posts schon unmissverständlich klar. Hiermit stelle ich zwei weitere neue Teile vor, praktisch noch kurz vor der Abfahrt unter der Nadel hervorgezogen, weil sich diese Kombi nun mal im Kopf festgesetzt hatte und ich sie für den Urlaub unbedingt haben musste.
Die verwendeten Schnittmuster sind absolut nichts Neues - Schnabelina-Röckli und tailliertes Summer Basic. Never change a winning team, vor allem, wenn's eilig ist. ;-) Dafür sind die Fotos mal was anderes. Freiluftkulisse und Action statt Pose vor der Wohnzimmertür. :-)

Einmal im schwungvollen Lauf im herrlichen großen Garten des Urlaubsdomizils. (Warum ich hier nur einen halben Kopf habe, darf man den Fotografen fragen. :-D )
Kleines Detail: die maritime Tüddelei. In der Seitennaht gibt's noch einen Webbandeinnäher mit Anker auf rotem Grund. Kann man erahnen, wenn man auf den Tragebildern genau hinschaut.
Und noch einmal Action pur, dafür passt das Outfit prima: Wenn man auf dem ersten Spaziergang im Urlaubsort gleich ins Stadtfest gerät, das richtig gute und gar nicht schlagerlastige Live-Musik bietet, kann man auch mal mitten auf der Straße mit dem Tochterkind Rock'n Roll tanzen. Yeah!
Materialien: Viskosejersey für's Shirt vom Stoffmarkt, Baumwollstretchjersey für den Rock und Ankerknopf vom Nähstübchen Emily.

Und jetzt ab damit zu RUMS.
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RUMS mit noch Meer Urlaubsgarderobe

Himmelblau und Sommerbunt - 24 Juli, 2014 - 08:17
Ans Meer solls dieses Mal gehen, und um dem Rechnung zu tragen, habe ich einen Streifenjersey aus den Vorräten gekramt und mir noch ein maritim angehauchtes Summer Basic genäht:



Aber nicht nur. Auf dem Stoffmarkt entdeckte ich einen nahezu zuckersüßen Stoff, der trotzdem spontan mein sein wollte. Leider gab es nur Abschnitte von 50 cm. Für ein Shirt musste also ein geteilter Schnitt her. Eigentlich dachte ich an "Pine Green" (Ottobre 5/2013), da die Zeitschrift schon mal da ist. Weil ich aber laut Messung die Unterbrustnaht um ganze 7 cm!?! hätte nach unten verlegen müssen, bin ich an der Änderung verzweifelt. Schließlich kann ich ja nicht einfach auch am Rückenteil alles um 7 cm nach unten verschieben. Ich war also ratlos, zumal die fragliche Naht auch noch geschwungen verlaufen soll und dann die Raffungen im Brustteil, die auch passen müssen ... Das war schlicht zu viel. ;-) Ich habe mir also kurzerhand Martha bestellt, mit ziemlich gerade verlaufender Unterbrustnaht. Da waren nur 2 cm Verschiebung nötig, jedenfalls sagte das das Maßband. Letztendlich habe ich aber festgestellt, dass ich einfach hätte drauflosnähen sollen. Die Verlängerung konnte ich nämlich beim Zusammennähen wieder rückgängig machen.


Natürlich habe ich wieder etwas am Schnitt gebastelt. Ich wollte einen V-Ausschnitt ohne Bündchen, also habe ich ihn mit Beleg genäht. Außerdem habe ich das Unterteil stark gekürzt, weil es ein Shirt werden sollte, das auch zu Röcken tragbar ist. Was am Ende herauskam, ist nicht ganz optimal, also ohne sofortigen Lieblingsstück-Appeal, aber trotzdem wird es wohl nicht im Schrank versauern. Ist OK. Und der Schnitt hat Potential. Damit kann ich sicher noch mehr anfangen.

Außerdem wurde Kleiderauswahl für den Sommer noch durch einen Jeansrock aus eher dünnem Material ergänzt. Manchmal muss es schnell gehen, dann braucht man etwas, wozu man ein beliebiges Shirt aus dem Stapel greifen kann und es passt. :-)


Dem Rockschnitt liegt 120/Burda Style 2/2014 zugrunde, den ich schon einmal erfolgreich umgesetzt hatte. Ich habe mir einfach noch eine Kellerfalte reingebastelt.

Pläne und Ideen habe ich noch mehr. Mal sehen, was wird ...

Jetzt kommt diese Sammlung erstmal zu RUMS.
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Dresdner Nähbloggerinnen im Internaht

Himmelblau und Sommerbunt - 20 Juli, 2014 - 22:08
Das ist tatsächlich kein Schreibfehler. Viele DresdnerInnen, die sich in der hiesigen kreativen Nähszene auskennen, dürften davon schon gehört haben. Allen anderen stelle ich hiermit das "Internaht" mit h vor:

Im Mittelpunkt steht ein schlicht-schönes kleines Ladenatelier mit dem ursprünglichen Charme des alten Gebäudes, das vor allem liebevoll genähte Kinderkleidung in einem ganz eigenen geradlinigen und kindgerechten Stil zur Schau stellt. Die meisten Stücke werden aus GOTS-zertifizierten Biostoffen hergestellt. Neben fertigen Kleiderträumchen gibt es auch Meterware zu kaufen, was die Selbermacher unter uns natürlich besonders interessieren dürfte. Neben Nähmaterial könnte auch das Kursangebot im "Internaht" die locken, die am liebsten selber werkeln.

An diesen anziehenden (im wahrsten Sinne des Wortes :-) ) Ort im Stadtteil Dresden Plauen lud Annett Winkelmann, die Frau hinter dem Label, die Dresdner Nähbloggerinnen am letzten Freitag ein. Uns erwartete ein herzlicher Empfang inklusive Sekt und Bionade, Gratis-Päckchen zum Selbervernähen!, einer Vorstellung der Person, Arbeitsweise und des Arbeitsplatzes von "Frau Internaht", interessanten Gesprächen und für einige auch nur zu verführerischen käuflichen Stoffballen und Restetüten. ;-)
Dabei waren dieses Mal Amberlight Label, Näähglück by Sophie KääriäinenResize genadelt, Kuddelmuddel, Stoffverzückt, Schau'n wir mal, Strategchen, Friemeleien, Ranunkelchen und Regina vom Königinnenreich, die zur Feier ihres Geburtstages noch ein paar kulinarische Köstlichkeiten auftischte.

Der Blick hinter die Kulissen war eine interessante und dank der sehr sympatischen Ladeninhaberin rundum angenehme Erfahrung. Heutzutage hört man nur zu oft von Unternehmen, die auf Kosten von Mitarbeitern und Kunden ins Unendliche wachsen, Profite maximieren und soziale, qualitative und ökologische Gesichtspunkte dabei völlig ignorieren. Gut, dass es auch Gegenmodelle gibt, von denen alle am Geschäft Beteiligten profitieren. "Internaht" soll ein überschaubares Unternehmen bleiben, das den Menschen hinter dem Label ein Leben innerhalb des persönlichen "Wohlführkorridors" ermöglicht und den Kunden erstklassige Qualität bietet - nicht mehr und nicht weniger. Wer also guten Gewissens Kleidung kaufen möchte und etwas Besonderes sucht, ist im "Internaht" genau richtig.

Sollte jemand Interesse an den schönen Dingen von "Internaht" haben, jedoch nicht das Glück Dresdner zu sein, besteht auch die Möglichkeit, online zu bestellen. Shops bei Dawanda und Etsy sowie ein eigener Internetshop laden dazu ein.


Ich durfte den wunderschönen Doubleface-Interlock hier im Bild mit nach Hause nehmen und bin im Kopf schon am Tüfteln, was man draus machen könnte, damit die Besonderheit des Stoffs auch richtig zur Geltung kommt. Man könnte natürlich einfach ungesäumte Schals basteln, aber das wär ja dann doch etwas langweilig ... mein Hirn arbeitet noch dran ... Ergebnisse werde ich präsentieren. :-)

Und jetzt noch schnell was aus der eigenen Nähwerkstatt, sonst komm ich nicht mehr hinterher mit den Posts, da ich momentan mehr nähe als blogge. Zum Julitreffen der Nähbloggerinnen erschien ich in einem neuen luftigen Sommeroutfit, von dem die anwesenden "Kolleginnen" meinten, dass es quasi mein angezogener Blogname sei:

(Heute nur ein Notfoto kurz vorm Abmarsch zum Gottesdienst - bevor das Outfit wieder zerknüllt und verschwitzt aussieht. Den gehetzt-entnervten Kopf (dank mehreren heulenden Kindern zur Abmarschzeit :-p) erspare ich den Bloglesern. Ist besser so. Neeeiiin, hier herrscht definitiv nicht immer Friede, Freude Eierkuchen. ;-) )
Dann hats ja zum Anlass gepasst, wenn auch unbeabsichtigt. :-) Der Rock ist mein erstes Schnabelina-Röckli. Und da die Schnitt-Figur-Kompatibilität erst getestet werden musste, kam dafür ein günstiger Stoffmarkt-Coupon unter die Schere. Das Ergebnis erwies sich als Erfolgsmodell, in dem ich mich gerade bei den herrschenden hochsommerlichen Temperaturen sehr wohl fühle. Das wippt so fröhlich-luftig um die Beine, dass ich davon unbedingt noch mehr brauche. Eine Premiere für mich war auch der wellige Rollsaum. Zufällig war ich, während der Röckli-Schnitt schon auf dem Tisch lag, über den Blog von Mira auf ein Tutorial gestoßen, wie man dieses hübsche Extra mit einer normalen Nähmaschine hinbekommt. Sah einfach aus, wurde probiert, war einfach, aber laaangwierig am weiten Rocksaum, und ist prima geworden. Spricht fast nichts dagegen, das wieder zu machen. Es sei denn, es käme eine Overlockmaschine dazwischen, die es flotter schafft. ;-)
Das Oberteil ist wieder ein bewährtes selbst zurechttailliertes Summer Basic (Ottobre 2/2013). Den türkisfarbenen Viskosejersey hab ich in der "Für mich-Kiste" zufällig gefunden. Seine Existenz in meinen Vorräten hatte ich schon vergessen. Wie gut, dass er da war, bot sich perfekt für ein passendes Shirt zum Rock an. So ein überraschender Fund hat auch was. :-) Stammt wohl von einem länger zurückliegenden Stoffmarkt.
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Love and Kissen

Himmelblau und Sommerbunt - 15 Juli, 2014 - 14:57
Momentan hab ich ne produktive Phase. Ich nähe im Akkord, vor allem, um meine Sommergarderobe in so einen Zustand zu versetzen, dass ich nicht jeden Morgen ratlos vor dem Schrank stehen und die ausgeleierten Shirts traurig betrachten muss.

Zwischendurch werden noch Aufträge abgearbeitet.

Einer kam vom eigenen Sohn. Er hat doch tatsächlich schon eine Freundin in der Schule. Seine "Verliebte" nennt er sie, und zwar ganz ohne sich dafür zu schämen, wie viele in dem Alter. ;-) Sie geht schon in die zweite Klasse, ist wenige Monate älter als er, einen guten Kopf größer und hebt ihn jedesmal begeistert hoch, wenn sie sich treffen. :-) Ich freu mich, dass er jemanden hat, der ihn mag und gern mit ihm spielt und denke (hoffe ;-) ), mehr wird er wohl so bald von dieser Beziehung noch nicht erwarten.
Nun flatterte vor kurzem eine Einladung zum Kindergeburtstag bei der Freundin ins Haus. Natürlich tritt man als vollendeter Kavalier mit einem Geschenk zur Party an. Und an der Stelle sind die mütterlichen Fähigkeiten gefragt. Von der jungen Dame selbst konnte ich in Erfahrung bringen, dass ihre Lieblingsfarben Türkis und Rot sind. Damit kann man doch was anfangen. Eine Runde durchs Nähstübchen, ein Stündchen an der Nähmaschine, und ein Kissen fürs Herzensmädchen war fertig.


Raphael konnte berichten, dass das Geburtstagskind es den ganzen Nachmittag ausdauernd mit sich herumtrug, deswegen gehe ich mal davon aus, dass es gefiel.

Den nächsten Kissenauftrag verdanke ich Raphaels Spielkumpel aus der eigenen Klasse, oder doch eher seiner Mama. Sie möchte den kleinen Mann zur Feier des ersten Zeugnisses mit einem Kuschelkissen überraschen. Es sollte in leuchtenden Blautönen gehalten sein, aus besonders kuschligem Stoff bestehen und das Lieblingsthema des Jungen aufgreifen - Formel 1. Außerdem wurde für die Rückseite der Anfangsbuchstabe des Namens als Applikation gewünscht. Zu kindlich sollte es nicht aussehen, damit die Freude auch noch anhält, wenn das Kind über Nacht cool wird. Soll in dem Alter ja manchmal plötzlich kommen. ;-)

Das habe ich draus gemacht:


Vernäht wurden Nickysamt und Jersey mit Details aus karierter Webware. Der Rennwagen ist aufgebügelt und ein Webband von Lillestoff setzt kleine Akzente.


Die roten Kamsnaps, die praktischerweise den Hotelverschluss halten, sorgen auch noch für einen Farbtupfer.
Die Auftraggeberin ist schon zufrieden, und ich hoffe, der junge Herr freut sich dann demnächst über seine Belohnung fürs erste erfolgreich überstandene Schuljahr.
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RUMS mit Summer Basic Nr 3

Himmelblau und Sommerbunt - 10 Juli, 2014 - 19:44
Die Urlaubsgarderobe wächst zusehends. Dem MMM von gestern kann ich heute kurz vor Ende des Tages noch ein RUMS hinterherschieben. Weils so schön war, ein weiteres tailliertes Summer Basic:


Wieder ein dunkles Petrol, dieses Mal mit cremefarbenen Punkten und romantisch-nostalgischem Touch. Hals- und Armausschnitte sind mit tüllrüschigem Wäschegummi eingefasst. Außerdem habe ich eine kleine falsche Knopfleiste mit selbstgemachter Paspel aufgesetzt und mit Perlmuttknöpfen aus Uraltbeständen verziert.
Das Shirt fällt ein kleines bisschen lockerer als das Vorgängermodell. Denn dieses Mal habe ich wieder Viskosejersey verwendet. Und der darf nicht gedehnt sitzen, sonst schimmert die helle Rückseite durch, und das kann ja keiner wollen ... :-)

Viskosejersey vom Stoffmarkt, Wäschegummi aus dem Nähstübchen.

So, jetzt RUMS und dann Sofa ... :-)
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Mein MMM Nr 1 - mit entbeultem Summer Basic

Himmelblau und Sommerbunt - 9 Juli, 2014 - 09:14
Heute passt es mal - ich habe für mich genäht und es ist Mittwoch. Zeit für meinen ersten MMM, würde ich sagen. Deswegen auch immer noch kein Gartenpost. :-)

Nach dem ersten Testshirt nach dem lässig-beuligen Summer Basic-Schnitt (Ottobre 2/2013) hatte ich beschlossen, mir noch so ein Shirt zu nähen. Der runde Ausschnitt hat genau das richtige Maß für meinen Geschmack und auch die angeschnittenen Ärmel finde ich sehr hübsch. Allerdings waren im Unterbrustbereich ein paar Veränderungen fällig. So ein locker nach unten fallendes Shirt steht mir mit meiner klassischen Sanduhrfigur doch nicht ganz so gut. Etwas Taille zu zeigen ist günstiger. Basteln war also angesagt, Beulen ab, Taille rein. Genäht, noch mal abgenäht, ein bisschen aufgehübscht und am Ende konnte ich das überziehen:


 So ist es gut, finde ich. Passt und hat genau die richtige Länge, um die Proportionen günstig aussehen zu lassen. (Kaufshirts sind eigentlich immer etwas zu lang, vor allem wenn ich Röcke dazu tragen will.)
So viele Falten, wie hier auf dem Foto eingefangen sind, schlägt das Shirt unter der Brust eigentlich gar nicht. Sitzt, Farbe ist schön, alles geworden wie vorgestellt - ein neues Lieblingteil.


In den Blümchenjersey hatte ich mich im Nähstübchen verguckt, habe ihn aber dummerweise nicht sofort mitgenommen. Als ich dann wusste, dass ich ihn wirklich will (Manchmal muss ich drüber schlafen, vor allem, wenn es für mich sein soll.), war nur noch ein 20cm-Abschnitt zu bekommen. Doch auch damit kann man was anfangen, wie man sieht. :-)
Der einfarbige Teil besteht aus einem sehr feinen, glatten und elastischen Baumwolljersey. Rundum angenehm.

So, jetzt verlinke ich zum ersten Mal ein Nähwerk beim Me Made Mittwoch. Dort steht heute die Frage, welche Eigenkreationen im Urlaubskoffer landen. Also das neue Shirt auf alle Fälle. Und ansonsten sollen in den nächsten Tagen noch ein paar Sachen entstehen. In meinem Kleiderschrank herrscht gerade Ebbe, kaum noch was drin, was ich mag. Deswegen bin ich jetzt mal dran, wenn ich zum Nähen komme. :-)
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"Strafarbeit"

Himmelblau und Sommerbunt - 1 Juli, 2014 - 12:09
Wenn man seinen Lieblingsraglanfehler - nämlich das gleiche Teil mehrmals zuzuschneiden - schon wieder begangen hat, muss man eben zur Strafe noch mal das gleiche Kleidungsstück nähen. Ziemlich unkreativ. :-)

Dieses Mal ist es beim Zuschneiden des Raglankleidchens mit Sternchen passiert. Ausnahmsweise waren es mal nicht zwei gleiche Ärmel, stattdessen hatte ich irgendwie auf einmal zwei Vorderteile. Dafür kein Rückenteil. Irgendwas ist ja immer ...
Sowas passiert mir nur mit Raglanschnittmustern. Dafür dabei gern immer wieder. Keine Ahnung wieso. :-p

Jedenfalls musste das überzählige Teil natürlich verarbeitet werden, wäre ja sonst schade drum. Da wir sowieso gerade noch ein Geschenk für eine kleine Dame ähnlichen Kalibers wie unsere Jüngste brauchten, war es keine Katastrophe, dass nun noch ein Klimperkleinsches Raglankleidchen mit Sternchen und Punkten genäht werden musste.

Eine kleine Variation zum Original gibt es trotzdem: Ich habe mal probiert, die falsche Knopfleiste mit Zackenlitze statt Paspelband einzufassen. Das Ergebnis überzeugt mich, sieht auch sehr niedlich aus und kommt bei Gelegenheit bestimmt wieder vor.



Der nächste Post muss dann aber wirklich mal ein Gartenpost werden. Denn da verbringe ich momentan die meiste Zeit. Ich kommt Stück für Stück voran und freue mich über jedes verschönerte Eckchen. Eigentlich könnte ich jeden Tag wieder fotografieren ... Na dann, bis bald im Garten!
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Nähblogger, Overlocker und das "Beulenshirt"

Himmelblau und Sommerbunt - 21 Juni, 2014 - 17:21
3. Freitag im Monat - Zeit für das Treffen der Dresdner Nähbloggerinnen. Geplant war ein Abend zum Thema Overlock. Der fand, dieses Mal in etwas kleinerem Rahmen, im traumhaften Nähzimmer bei Kerstin von Mit Nadel und Faden statt.

Eine Overlockmaschine hatte ich nicht dabei. Es waren aber genug andere da und die Ohren habe ich trotzdem aufgesperrt. Bei mir steht nämlich seit einiger Zeit auch so ein Teil rum. Anders kann man es nicht bezeichnen. Denn leider habe ich damit noch nichts fabriziert außer mehr oder weniger zufriedenstellenden Probenähten, wobei weniger überwiegt. Ich kam zu der Maschine quasi wie die Jungfrau zum Kinde. Meine Mama hat sie sich in einem allseits bekannten Discounter gekauft, ein paar wenige Nähte damit genäht, war eines Tages irgendwie genervt von dem Aufwand und brachte sie kurzerhand zu mir, weil ich ja viel mehr nähe. Da war sie nun und ich brauchte einige Zeit und die moralische Unterstützung einer erfahrenen Freundin, um mich zur Auseinandersetzung mit der Overlockmaschine zu überwinden. Wir fädelten verschiedene Farben ein, um zu sehen, wo wir an der Einstellung eventuell schrauben sollten. Irgendwann waren wir so weit, dass das Maschinchen akzeptable Nähte produzierte. Sehr schön. Optimistisch fädelte ich überall weißes Garn ein (Anknoten und Durchziehen funktioniert nicht, wir haben wirklich ALLES versucht.) und wollte nun gern ein Shirt zusammennähen. Aber denkste. Mit dem weißen Garn war bei aller Mühe keine ordentliche Naht hinzukriegen. Alles viel zu locker und die Fadenspannung schon auf höchster Stufe. Hmpf. Da steht sie nun wieder rum. Ich denke ja, dass es am Garn liegt. Die Discountmaschine strebt nach Höherem und lehnt das Garn ab, das mit ihr zusammen gekauft wurde. Die anderen Farben kamen nämlich teilweise aus anderen Quellen und machten einen qualitativ besseren Eindruck. Und mit denen hatte es ja geklappt. Also brauche ich neues Garn in den Farben, die mir wirklich was nützen. Und bis dahin ...

Beim Nähbloggertreffen konnte ich dank Malou erstmal eine andere Maschine ausprobieren. Auch eins der günstigen Modelle (W6), aber um Längen besser als meine Dauerleihgabe. Damit konnte man sogar mit etwas Gefühl gezielt Kurven nähen und sie machte nicht halb so viel Krach. Hat schon was, Shirtnähte so ruckzuck und ohne Probleme durchzurattern. Hach ja, Weihnachten kommt ja noch dieses Jahr ... ;-)

Als Probestück zum Overlocken hatte ich mir das Summer Basic (Ottobre 2/2013) zugeschnitten. Seit ich die Zeitschrift habe, überlege ich, ob mir dieses so herrlich schnell und einfach zu nähende Shirt stehen könnte. Da es am Körper ziemlich locker fällt, war ich mir nicht sicher. In letzter Zeit habe ich es in verschiedenen Varianten zum Beispiel bei ReSiZe-genadelt und Life ist colourful gesehen, die alle die seitlichen "Beulen" etwas zweifelhaft fanden und auf verschiedene Art individuell behandelt haben. Ich dachte mir also auch, wenns nicht geht, könnte ich sie immer noch wegrationalisieren, und habe das Shirt testweise erstmal nach dem Originalschnitt genäht. Die Stoffwahl fiel auf einen sehr weich und locker fallenden Viskosejersey in feinen pink-weißen Streifen, ein Schnäppchen vom Stoffmarkt, ideal für Projekte mit zweifelhaftem Ausgang. ;-)
So sieht das "beulige" Ergebnis aus:


Und so an der Frau:


Ich finde: Kann man machen, muss man aber nicht. :-) Dieses Shirt wird so bleiben. Es ist auf alle Fälle sehr angenehm zu tragen und aus dem fließenden Stoff fällt es am Körper ganz akzeptabel. Der Ausschnitt und die angeschnittenen Ärmel gefallen mir sehr gut. Unter der Brust hätte ich es für mich aber doch gern etwas figurnäher. Ich denke, da werde ich für weitere Versuche noch mal etwas am Schnitt basteln ...

Ideal wäre das Summer Basic wohl für größere Frauen, und es funktioniert auch nur aus ganz weichen Stoffen. Baumwolljersey ist zu steif, damit kämen wirklich nur die Beulen groß raus. :-)
Dieser Schnitt hat für mich also Potential im oberen Bereich, die typischen Kurven müssen aber weg. Es muss also eigentlich doch ein ganz anderes Shirt werden. :-)
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Babypartyboom

Himmelblau und Sommerbunt - 15 Juni, 2014 - 19:14
In unserem Freundes- und Bekanntenkreis kündigt sich gerade ein neuer Erdenbürger nach dem anderen an. Also gab es in der vergangenen Woche gleich zwei Babyshowers zu feiern. Ich finde das eine schöne Idee, einfach noch mal eine entspannte "Weiberzeit" zu haben, bevor die werdende Mama vorerst weniger frei ist in ihrer Zeitplanung.Kleine Geschenke gehören dazu. Da sie sich schon mehrfach bei uns und anderen bewährt haben, habe ich wieder zwei Wickeltäschchen für die Handtasche genäht:
Einmal Dunkelblau und Rot mit Pünktchen und Schneckchen für ein Baby, das sich noch nicht geoutet hat. Geht für beiderlei Geschlecht, finde ich.
Und einmal  Sternchen auf Dunkelblau mit Rot und Türkis für einen kleinen Jungen. Innen sind die Taschen mit Wachstuch gefüttert und natürlich mit ein paar Kleinigkeiten für Mama und Baby gefüllt. Die Sternentasche wurde abends fertig und morgens schon verschenkt, deswegen Foto ohne Tageslicht.

Eine der Babypartys durfte ich zusammen mit meinem Schwesterherz (also einem von 3 :-) ) organisieren. Ich habe Wohnzimmer, Deko und das meiste Essen bereitgestellt und unser familieneigenes Organisationstalent lieferte die kreativen Ideen, wie wir uns lustig und zum Thema passend die Zeit vertreiben und die Hauptperson verwöhnen könnten - zum Beispiel mit einem selbst gebastelten Baby-und-Geburts-Activity. Wir sind ein gutes Team, würde ich sagen. Die Überraschung für die werdende Mama war absolut gelungen, wir waren sechs "Mädels", die an diesem laaangen "Vormittag" ;-) viel gelacht haben. 
Schnelle Partydeko, die später natürlich noch ihrem praktischen Zweck zugeführt werden kann.
 Schöne Blümchen für den Tisch. Rosen gekauft, Frauenmantel, Lavendel und Immergrün aus dem Garten.
 Ein opulentes Brunch auf dem babypastellfarben gedeckten Tisch. Hier fehlt noch die Hälfte der vorhandenen Leckereien auf dem Bild. Wir haben definitiv nicht gehungert, obwohl sich die Veranstaltung bis weit in den Nachmittag zog, weils so schön war, und die Kinder sich anders als geplant dann auch noch zu uns an den Tisch gesellten. :-)
 Die werdende Mama war nicht allein gekommen und durfte ein Fußbad genießen, in das die zukünftige große Schwester kurzerhand ihre Füßchen mit reinsteckte.
 Danach gab es eine umfassende Pediküre für die Hauptperson des Tages. Kriegt man ja selbst nicht mehr hin mit Kullerbauch. So verwöhnt und aufgehübscht kann man selbstbewusst die Geburt durchstehen. Zumindest die Füße sehen dann jederzeit gut aus. :-D
 Die anwesenden Damen, die nicht am Fußverwöhnprogramm beteiligt waren, wurden anderweitig sinnvoll beschäftigt und durften Bodys fürs Baby gestalten. Wie man sieht, brachten auch die Kinder ein paar Ideen ein. So entstand die wahrscheinlich einzigartigste Babyunterwäsche der Welt. Ich hab noch nie einen Body gesehen, auf dem sich zu einem süßen Pinguin, über dessen Kopf sich ein Gewitter zusammenbraut, ein Ufo, ein U-Boot und eine Flaschenpost gesellen. Das Kind wird ein Trendsetter. :-D
Es war so ein toller Tag mit den "Weibern", ich kann derartiges nur zur Nachahmung empfehlen. Und jedem, der eventuell Organisationshilfe und Ideen bräuchte, empfehle ich auf alle Fälle meine Schwester Nr. 2. Sie organisiert auch Hochzeiten und Kindergeburtstage, und zwar perfekt.  :-)
Kategorien: Kreatives

Früh übt sich ...

Himmelblau und Sommerbunt - 13 Juni, 2014 - 14:21
... wer Gärtnerin werden will:

 Auf gehts zum Garten, natürlich mit der brandneuen Ausstattung für kleine Gärtnerinnen vom Geburtstag. Die Werkzeugtasche ist eigentlich ein Gürtel, aber zu weit für die zarte Taille. :-)
 Jetzt Löcher für die Erdbeerpflanzen buddeln, und Mama hilft dann beim Einpflanzen. Erde um die Pflanzen schön festdrücken kann der Nachwuchs auch schon.
 Meine Blümchen haben Durst ... Frisch Gepflanztes muss natürlich kräftig gegossen werden.
 Hmmm ... Ob das jetzt so reicht?
Mal genau gucken ... Ja, doch. Ist gut so.
Jetzt muss die kleine Gärtnerin sich noch überlegen, was außer den Erdbeeren auf ihrem kleinen Beet Platz finden soll. Ich tippe auf Kohlrabis, denn die der großen Geschwister werden sehr bewundert und gern mit weggeknabbert.
Da fällt mir auf, dass es eigentlich mal wieder Zeit wäre für einen richtigen Gartenpost. Manches wächst und gedeiht, manches auch nicht so. Manches wurde schon geerntet. Das Unkraut lässt sich leider nicht aufhalten. Wir tun unser Bestes und genießen den Garten trotzdem. :-)
Kategorien: Kreatives

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