Kreatives

Ein gesegnetes Osterfest!

Himmelblau und Sommerbunt - 19 April, 2014 - 22:25
Das wünsche ich allen, die hier reinschauen. Zeit zum Freuen, sich Besinnen, Zusammensein, in die Sonne blinzeln ...


Und damit die guten Wünsche nicht so trocken daherkommen, dazu ein Bild von meiner Lieblingsosterdeko dieses Jahres. Fiel mir heute so ein. Mir war eigentlich vor allem nach Pastell und Romantik, deswegen habe ich mir zum ersten Mal ein paar Streifchen Tilda-Stoff gegönnt; daraus Ostereier genäht und beim Nähbloggercafé, das ausdrücklich dem Osterbasteln gewidmet war, fleißig gestopft. So ganz unter sich waren die Eier aber dann doch zu langweilig. Also habe ich sie an mehreren Stellen verteilt und mit echten Eierschalen ergänzt, gefüllt mit allem, was Hof und Garten gerade an Blümchen bieten. So finde ich es locker und fröhlich, genau richtig. Das eher lustige als schöne pinkfarbene Häschen hab ich mal mit einem Augenzwinkern geschenkt bekommen. Besonders die Mädels lieben es und hier passt es doch irgendwie. :-)
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Österliches

Himmelblau und Sommerbunt - 18 April, 2014 - 10:06
Neben der ganzen Gartenarbeit kann ich das Nähen natürlich nicht ganz sein lassen. Ein bisschen Stoff muss ich hier und da zwischen den Fingern haben, auch wenn es nur ganz kleine Stückchen sind. So ist über die letzten Wochen immer mal wieder ein Osterei unter der Nähmaschine vorgekullert. Zum Ausstopfen und Zunähen abends auf dem Sofa reichts grad noch nach einem arbeitsreichen Tag.

Vor längerer Zeit hatte ich die gleichen Ostereier nach dieser Anleitung schon mal genäht. Kunterbunt waren sie damals und werden inzwischen gern in der Kinderküche verarbeitet.
Dieses Mal habe ich mich für einen etwas edleren Look entschieden. Von einem Besuch in der Blaudruckerei Folprecht mit den Dresdner Nähbloggerinnen hatte ich mir ein paar größere und viele winzigkleine Stückchen der feinen handbedruckten und - gefärbten blau-weißen Stoffe mitgebracht. Wir wurden dort nicht nur theoretisch in die Geheimnisse der Blaudruckerei eingeführt, sondern konnten uns auch selbst an den alten Holzmodeln betätigen. Allerdings in Blau auf weißem Grund, denn zu echten Blaudruckstoffen kommt man nur in einem langen und komplexen Prozess, viel zu kompliziert für einen Nachmittag.
Für größere Projekte reicht natürlich keines der Probe- und Reststückchen. Dafür sind sie perfekt für alles, was man aus kleinen Schnipseln zusammensetzen kann - so wie eben Ostereier. Die traditionellen Muster wirken darauf so fein, fast wie die kunstvoll verzierten Eier, die in unserer Region die Sorben anfertigen.


Die Ostereier, in denen so viel überliefertes Handwerk steckt, sollen bald zu jemand Liebem wandern, der in einem wunderbar gemütlich hergerichteten alten Bauernhaus wohnt. Ich glaube, dort passen sie perfekt hin.
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Ich hab mich eingegraben ...

Himmelblau und Sommerbunt - 14 April, 2014 - 12:56
... deswegen gab es hier so lange nichts zu lesen. Nein, nicht im Sinne von ein Loch geschaufelt und über mir zugeschüttet, eher so richtig in Schwung gegraben. Im Garten nämlich. Notgedrungen kommt sowohl das Nähen als auch das Bloggen in solchen Zeiten etwas kurz. Man fällt nach so einem Gartentag einfach zu schnell auf dem Sofa um. :-)
Ich muss sagen, dass ich schon ziemlich stolz auf mich bin. Für die meisten, die an unserem Garten vorbeigehen, sieht er wohl immer noch nicht so fein ordentlich aus wie die meisten rentnergepflegten Kleingärten der Anlage. Aber ich weiß, wie es im letzten Herbst aussah ...
Wobei ich mir die Lorbeeren nicht allein anstecken will. Ohne eine ganze Truppe lieber Freunde, die im vergangenen Oktober einen Großeinsatz im Unkrautfeld veranstaltet haben, würde ich jetzt immer noch verzweifelt gegen frisch sprießende Gräser, Maistöcke, Quecken und was weiß ich noch anbuddeln. Stattdessen haben die Beete endlich die gewünschte Struktur bekommen und sind sogar schon zu einem großen Teil bepflanzt.
Fotos vom Chaos habe ich leider nicht gemacht, aber wenigsten aktuelle kann ich zeigen:

So sah es am 7. April aus:
 Die hinteren Beete hatte ich schon im Herbst angelegt. Der vordere Bereich musste noch einmal durchgegraben und von verbliebenem Unkraut und Wurzeln befreit werden. Außerdem hatte ich in der Ecke vorn links einige wuchernde Gewächse zu bekämpfen und musste neue Betonkanten einsetzen, damit die ausbreitungsfreudigen Blumen nicht wieder die Beete erobern.
Ansonsten sind alle vorher vorhandenen Betonbegrenzungen aus den Beeten verschwunden. Ich finde sie hässlich und auch nicht besonders sinnvoll. Gemüse neigt ja eher nicht dazu, freiwilllig alles zu überwuchern.(Schön wärs ... ) ;-)

Und so sah es gestern aus:
 Auch die vorderen Beete sind in Form gebracht und rechts schon für Kartoffeln vorbereitet. Und dann ritt mich am Samstag noch irgendwas Verrücktes und ich musste mir sofort Pflanzen besorgen. Ich setzte mich also mit unserem faltbaren Bollerwagen in den Bus in Richtung Baumarkt. Ich erstand 94 Pflänzchen und, weil ich schon mal da war und das auch brauchte, eine Dose Holzlasur, 60 Liter Kompost und zwei Holzlatten von 2,50 m Länge. Nach Hause musste ich natürlich laufen, denn so beladen den Bus zu besteigen wäre eher schwierig bis unmöglich. Macht nichts, da bin ich hart im Nehmen. 3,5 km sind ja nicht sooo weit. Man kann sich den Weg allerdings noch etwas verlängern, indem einem nach dem ersten Kilometer siedend heiß einfällt, dass man die Latten im Baumarkt stehen lassen hat. Aber sind ja nur 2 zusätzliche Kilometer ... Ich sage nur, meine Armmuskeln spüre ich heute noch. :-)

 Die Pflanzen wollten natürlich sofort versorgt werden. Also wanderten 40 Erdbeerpflanzen, 12 Lollo Rosso, 12 Romanasalate, 12 Kohlrabi, 12 Brokkoli, 3 Tomaten, 2 Rittersporn und eine Stockrose in die Beete. Großzügiges Gießen natürlich nicht vergessen und - besonders wichtig - im letzten Abendlicht reichlich Schneckenkorn gestreut. Denn sonst wäre es ganz schnell vorbei mit der Gemüseherrlichkeit. (Ich bin ja sonst sehr für ökologisches Gärtnern zu haben, aber da kommt die beste Chemie zum Einsatz, die zu haben ist. Leidvolle Erfahrung hat mich hart gemacht. Diese herzzerreißenden Tränen, als im letzten Jahr Mathildas geliebte Sonnenblume auf halber Höhe abgefressen war. Und nicht nur die ...)

 Zwischen den beiden quadratischen Beetanlagen sollen in Holzkästen in den nächsten Tagen noch zwei Hochbeete für die großen Kinder entstehen. Dahinter werden hoffentlich ganz wie im Bauerngarten Stockrosen, Rittersporn und noch das eine oder andere Blümchen aufgehen. Die "Kräuterspirale" ist immer noch da. Leider aus Beton, aber die Dinger waren im Garten schon vorhanden und sind so schwer, dass man die so leicht nicht los wird. Also sollen sie sich wenigstens nützlich machen. Bald sind sie sowieso zugewuchert. Salbei, Thymian, zwei Sorten Minze, Zitronenmelisse, Schnittlauch und Bergbohnenkraut kommen jedes Jahr wieder. Ein paar andere Kräuter werden noch eingepflanzt oder gesät.

Hier wachsen schon Tomaten, Salat, Kohlrabi und Brokkoli. Außerdem schlummern auf dem hinteren Beet Erbsen, Möhren- und Radieschensamen in der Erde. Das Beet im Vordergrund muss sich noch ein wenig gedulden. Im Mai werden da Bohnen gelegt. In die zentralen Beete möchte ich noch jeweils ein Bäumchen pflanzen, Rose und Stachelbeere wahrscheinlich. Dazu eine bunte Mischung aus Gemüse, Kräutern und Blumen. Mal sehen, was sich ergibt.

Man sieht, es ist viel passiert, aber auch noch viel zu tun. Noch sind zum Beispiel nicht alle Wege gemulcht. Ich rate jedem, der sich einen Garten anlegt und gedenkt, Rindenmulch zu verwenden: Kauft mindestens das Vierfache von dem, was ihr zu brauchen glaubt! Das Zeug vertut sich wie nix. 7 große Säcke sind schon auf unseren Wegen untergekommen, und noch ist nicht alles bedeckt.

Über weitere Fortschritte werde ich berichten. Ich bin gespannt, ob wir es endlich mal zu einer nennenswerten Ernte bringen. Angefangen haben wir schon. Am Wochenende wurde der erste Rhabarber zu Kuchen verarbeitet. Ach, und die Kinder haben den Schnittlauch gründlich geplündert:



Endlich Gartenzeit!
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Nähbloggercafé im März: Let's Rock!

Himmelblau und Sommerbunt - 31 März, 2014 - 20:31
Jetzt schnell noch gebloggt - bevor der März dahinscheidet und wir uns gedanklich schon mit der nächsten Näh-, Werkel-, Quatschrunde auseinandersetzen können. :-)

Diesen Monat wollten wir mal richtig produktiv werden, viele Nähmaschinen rattern lassen, Tipps und Tricks voneinander mitnehmen und echte Ergebnisse sehen. Den Raum dazu stellte uns die Dresdner Baptistengemeinde zur Verfügung. Das erklärte Ziel war, dass jede der teilnehmenden Nähdamen mit einem neuen Rock nach Hause geht.  Zunächst war gemeinsames Nähen nach dem gleichen Schnitt angedacht. Die Idee wurde dann aber doch wieder fallengelassen, weil wir nun mal nicht alle gleich gebaut sind und demzufolge auch nicht in den gleichen Sachen gut aussehen und uns wohlfühlen. Also brachte jede ihren Schnitt mit, ein paar anderweitig werkelnde Näherinnen gesellten sich auch noch dazu und es wurde wieder ein schöner und für mich außergewöhnlich produktiver Abend.


Zwar musste ich die Nähmaschine mangels Mitfahrgelegenheit dann doch zu Hause lassen, aber das war wahrscheinlich auch besser so. Denn wie ich mich kenne, nähe ich bei mangelnder Konzentration- man kann es nicht anders sagen - einen Haufen Mist zusammen. Und volle Aufmerksamkeit für die Näherei kann man einfach nicht erwarten, wenn so viele kreative Weiber sich sammeln und jede was Interessantes zu erzählen hat, diese und jene Nähfrage durch den Raum schwirrt, man Problemlösungen diskutiert, zwischendurch noch die mitgebrachten kulinarischen Beiträge entsprechend gewürdigt werden müssen ... :-) Da sind selbst bei den multitaskingfähigsten Frauen bald alle Kanäle besetzt. Und ich zähle mich nicht zu diesen. ;-)
Langer Rede kurzer Sinn: Ich habe immerhin meinen Rock erfolgreich zugeschnitten. Und das ist schon mal ein großer Schritt, für mich immer die höchste Hürde. Wenn ich einmal die fertigen Teile in der Hand habe, kann ich gar nicht mehr anders als sie zusammenzunähen (was ich in den vergangenen Tagen Stück für Stück erledigt habe). Dank Malou wurde auch ein Knoten im Hirn gelöst, der sich beim Zuschneiden bildete und mir allein daheim bestimmt länger zu schaffen gemacht hätte. So entschlüsselten wir gemeinsam erst die Anleitung und fanden dann eine Lösung, die zwar nicht ganz anleitungsgerecht, aber passend zum verarbeiteten Stoff sein würde.
Malou hat mich auch dazu inspiriert, meinem einfachen Rock (Burda Style 2/2014, Modell 120) noch ein paar heimliche Pünktchen zu verpassen. Niemand wird sie sehen, aber ich weiß, dass sie da sind. ;-) Der Baumwollstoff im Bund erfüllt allerdings auch einen praktischen Zweck, hoffe ich. Anders als Futterstoff, den ich zuerst verwenden wollte, flutscht er nicht so. Ich denke also, dass der Rock beim Laufen bleibt, wo er ist, und ich ihn nicht immerfort zurechtdrehen muss, wie das bei anderen durchaus vorkommt.


Apropos "einfacher Rock" - so einfach, wie er aussieht, war er für mich dann doch nicht. Immerhin ist das mein erstes gefüttertes Kleidungsstück und die Oberkante des Reißverschlusses hat einige Versuche gebraucht. Ob ich es jetzt richtig gemacht habe, weiß ich nicht. Aber das Ergebnis ist zumindest akzeptabel. Der Reißverschluss selber sollte eigentlich ein nahtverdeckter sein. Ich habe ihn auch nach dieser Methode eingenäht. Allerdings habe ich keinen echten Nahtreißverschluss bekommen und warten wollte ich nicht. Also musste ein einfacher herhalten und ich habe noch eine Steppnaht neben den Reißverschluss gesetzt, damit er sich möglichst bedeckt hält, was sonst nicht gegeben wäre. Eine Kreuzung aus nahtverdeckt und verdeckt also sozusagen. Sieht aber OK aus. Schwarzer Cord verzeiht vieles. ;-)

Heute abend wurde das gute Stück fertig. Also bitteschön, ein Foto mit Rock. Nicht das dollste, aber es musste ja gemacht werden, bevor April ist. Und dabei musste ich quer durchs Zimmer schauen statt in die Kamera, auf meinen Sohn nämlich, der dazu motiviert werden musste, in den Schlafanzug zu schlüpfen. Wenn es schon nicht perfekt ist, hat das Foto wenigstens was zu erzählen. :-)


Der Rock ist gut tragbar, finde ich. Und erstaunlicherweise passte er in Gr. 38 ganz ohne Änderungen, von der Länge mal abgesehen. Er war als Minirock gedacht und daraus wurde mit wenigen Zentimetern Verlängerung an mir ein knapp knielanges Exemplar. :-)

Der geblümte Breitcord war ein Geschenk aus den Vorräten einer Freundin. Viskosefutterstoff vom Nähstübchen Emily. Das Restchen Pünktchenstoff aus der Schnippselkiste stammt wohl ebenfalls von dort.

Welche Näherinnen dieses Mal beim Nähbloggercafé dabei waren und was die Damen so erlebt und produziert haben, kann in den Beiträgen der anderen Bloggerinnen über Dresden näht gut nachvollzogen werden.
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Klimperkleines Babyoutfit

Himmelblau und Sommerbunt - 28 März, 2014 - 10:55
Ich hatte noch ein Versprechen von Weihnachten einzulösen, nämlich meinem kleinsten Neffen ein "Designeroutfit" in Mamas Wunschgröße zu nähen. Da er jetzt die georderte 68 so langsam erreichen müsste, wurde es Zeit. Die Söckchen waren schon lange aus einem Rest gestrickt, fehlte "nur" noch was für Obenrum. ;-) Also einen Tag lang rangeklotzt, mit den üblichen Unterbrechungen natürlich - einkaufen, Kinder-Dies und Das, Essen bereitstellen, noch mal schnell den halben Garten jäten ... - und abends lag es fertig vor mir:


So süß, dass ich es fast nicht hergeben möchte. Aber hier passt es ja keinem mehr. :-) Genäht nach Raglanschnitt mit Knopfleiste und Babyhosenschnitt, beides E-Books von Klimperklein. Die Knopfleiste habe ich zum ersten Mal genäht und bin begeistert. Gar nicht schwer und so schick! Da das Shirt ziemlich fröhlich bunt ist, wollte ich die Hose einfach halten, aber nicht ganz ohne dezente Tüddelei natürlich. ;-)
Ich habe also den im E-Book vorgeschlagenen Stern auf die Seite appliziert, aber er hebt sich nur dadurch ab, dass ich den Cordstoff in einer anderen Richtung aufgesetzt habe und die dreifachen Steppnähte zur Befestigung in Hellgrün leuchten.


Mir gefällts sehr gut, und ich hoffe, dass es dem kleinen Mann und denen, die ihn anziehen, auch so geht. :-)

Stoffe wie fast immer aus dem Nähstübchen Emily.
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Probenähen 2: "Sari" für süße Früchtchen

Himmelblau und Sommerbunt - 26 März, 2014 - 08:17
Noch einmal habe ich vernäht, was die Jersey-Vorräte an kleineren Stücken hergaben, um das neue E-Book von Sophie Kääriäinen umzusetzen. Neben der Testversion in Größe 92 stand noch ein Exemplar in 116 aus. Für mein großes Mädchen habe ich den Schnitt allerdings etwas abgewandelt. Die junge Dame trägt am liebsten Kleider, und auch das geht mit "Sari". Ich habe Seitenstreifen und Vorder- und Rückenteile um 10cm verlängert und letztere nach unten leicht ausgestellt zugeschnitten. Auch das Bündchen wurde etwas verbreitert. Dann sieht das Ganze so aus:


Es wurde bereits zum neuen Lieblingskleid erklärt. Wie gut, dass es auf Zuwachs eingerichtet ist. Aktuell passt 110 perfekt, aber da die Langarmzeit wohl bald endet (hoffen wir doch ;-) ), habe ich vorsorglich die nächste Größe gewählt. Wie man sieht, etwas reichlich, aber auch nicht so sehr, dass das Kleid nicht schon ausgiebig getragen werden könnte.


Als ich überlegte, wie ich dieser eigenwilligen, weil nun mal eben vorhandenen ;-) Farbkombi noch ein kleines Extra verleihen könnte, fielen mit die Erdbeersnaps ein, die schon seit einer Weile auf ihren Einsatz warteten.


Und da meistens eins zum andern führt bei der Tüddelei, kam noch eine Erdbeerapplikation im unteren Bereich dazu. Erst hatte ich darüber nachgedacht, mit welchem grünen Stoff ich die Blätter gestalten könnte, aber mir erschien das dann doch zu viel Grün zum farbenfrohen Rot-Pink und ich habe sie einfach mit Stickgarn im Steppstich "draufgekritzelt".

Ich kann es nur noch einmal wiederholen: Ein schicker Schnitt, ungewöhnlich und voller Variationsmöglichkeiten. Das Nähen macht Spaß, nicht zuletzt deshalb, weil das E-Book eine rundum durchdachte und klare Anleitung liefert. Wer es ausprobieren möchte, kann das E-Book in Sophies Shop erwerben.
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Schlaf, Kindergartenkind, schlaf ...

Himmelblau und Sommerbunt - 23 März, 2014 - 09:58
Unsere beiden Kindergartenmädchen halten in der Kita in der Regel auch ihr Mittagsschläfchen, damit ich sie dann ausgeruht und zu neuen Taten bereit mit nach Hause nehmen kann. Ist so viel besser, als sie nach dem Essen müde nach Hause zu schleifen, wo sie dann, durch den Weg doch wieder aufgeputscht, kaum oder gar nicht zur Ruhe kommen und der Tag eigentlich schon gelaufen ist. Haben wir in der Eingewöhnungszeit ausprobiert, war keine Option auf Dauer.

Wer im Kindergarten schläft, muss natürlich auch seinen Schlafanzug ordentlich hin- und unterbringen. Es wurde Zeit, dass die Kinder dafür richtig schöne Beutel bekommen (wie sich das eben gehört mit einer Nähmama ;-) ). Immerhin ist das große Mädel seit Herbst beim Schläfchen dabei und nutzte die Beutel des großen Bruders, die jetzt doch verschleißen. Das kleine musste ein paar Tage mit irgendwelchen Behelfslösungen vorlieb nehmen. Allzu lange ja nicht, da es seit seinem Kita-Start leider ausgiebig krank war. Um so glücklicher zog es Mitte letzer Woche endlich wieder los in seinen "Tinderdarten" (wo es am liebsten auch am Wochenende hingehen würde :-) ). Diese Woche können nun endlich alle beide ihre Schlafanzüge mit Stil transportieren. Dafür ist so ein regnerischer Samstag auch mal gut.

Für die große Prinzessin gabs Rosa. Damit kann man sie nun mal glücklich machen. Und da es in dieser Farbe die stabileren Schwedenstoffe gab, die ich für strapazierte Alltagsgegenstände gern verwende, und dazu noch den passenden Tüddelkram, sprach absolut nichts gegen diese sehr mädchenhafte Variante. Rosa ist ja auch nicht gleich Rosa, oder? ;-)
An einer Seite habe ich eine kleine verschließbare Tasche angebracht. Die ist für Spängchen gedacht. Denn diese unvermeidlichen Accessoires verschwinden ständig. Es gibt in der Kita zwar ein Aufbewahrungskörbchen dafür, aber es gibt eben auch junge Damen, die sich da durchaus mal ein tolles Glitzerspängchen rausnehmen, das nicht ihres war ... Jetzt kann unsere Lady ihren Haarschmuck bei sich unterbringen und da hoffentlich auch regelmäßig wiederfinden.
Für den Kordeldurchzug habe ich dieses Mal Metallösen verwendet. Ich hoffe, diese Lösung hält ordentlich was aus. Denn beim großen Bruder rissen die Beutel an dieser Stelle immer wieder ein.

Das kleine Mädchen bekam eine frisch-fröhliche Variante, die zu seiner lustig frechen Art auch viel besser passt. Noch gehören Spängchen zwar nicht zur täglichen Ausstattung, aber das kommt sicher bald. Kindlein bestand jedenfalls darauf, schon mal vorsorglich ein paar Miniexemplare im Täschchen zu verstauen. :-)

Und damit ich es nicht vergesse, schiebe ich noch einen süßen Spruch vom kleinen Kind hinterher. An einem regnerischen Samstag kann man sich neben Nähtüddelei auch mal vornehmen, für ein Lieblingsessen der Kinder etwas länger am Herd zu stehen. Es gab also Plinsen (Eierkuchen für alle Nicht-Oberlausitzer :-) ). Wie erwartet futterten die Kinder ordentlich. Und da ich zwischendurch immer wieder Nachschub fürs Kleinste zerkleinern musste, war irgendwann die Schüssel leer und ich stellte fest, dass alle mehr abbekommen hatten als ich. Als ich meinte, dass das aber nicht schlimm wäre, weil ich trotzdem satt geworden wäre, meinte der Mann zum Spaß, ich würde dann eben wenigstens nicht platzen. :-p Kind Nr 3 hatte offenbar nur mitbekommen, dass es irgendwie möglich wäre, dass die Mama platzt, umarmte mich sofort zärtlich und meinte mit ganz entsetzten Augen: "Ich will nicht, dass du platzt! Ich hab dich doch soo soo lieb noch!" Haaach ... Dann werd ich mal gut aufpassen, dass ich nicht zu viel esse. :-D
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RUMS Nr 1 - Hurra!

Himmelblau und Sommerbunt - 20 März, 2014 - 13:50
Da wollte ich doch schon lange mal mitmachen. Und jetzt fiel mir gerade auf, dass Donnerstag ist, ich mein neuestes Selbstgenähtes trage und sowieso noch ein Foto am lebenden Modell zeigen wollte. Passt ja, nix wie ab damit zu RUMS!

Das Lächeln ist etwas bemüht geraten (ob das daran liegt, dass Kind Nr 3 die Nacht zum Tage machte ...?). Aber was solls, dafür lacht die Sonne um so strahlender.


Daten und Fakten noch mal in Kürze: Modell "Friday Evening" (Ottobre 5/13), oben 36, unten 38. Jerseys by Blaubeerstern, erstanden im Nähstübchen Emily.
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Friday Evening goes Spring

Himmelblau und Sommerbunt - 19 März, 2014 - 20:48
Als ich den Wetterbericht für morgen sah - nämlich Sonne satt und schon fast frühsommerliche Temperaturen - traf mich ein Motivationsschub und ich schnappte mir zwei Stoffe, die ich mir schon vor längerer Zeit gegönnt hatte, um sie in ein Kleid für mich zu verwandeln. Im Kopf wars schon fertig, ich musste es ja "nur" noch umsetzen. Das war auch nicht all zu schwierig, denn es sollte das dritte Exemplar des bewährten "Friday Evening" (Ottobre 5/13) werden. Allerdings musste ich dann doch den kompletten Schnitt noch einmal kopieren, denn dank "Infekt-Diät" durfte es eine Größe weniger sein als bisher.

Schon komisch, wie das läuft mit solchen Sachen. Kind kommt morgens ins mütterliche Bett geklettert, weckt einen durch einen gezielten Schwall genau ins Dekolleté und möchte am liebsten schon zu Mittag wieder ein komplettes Menu, nix Schonkost oder so. Mühsam dazu gebracht, wenigstens etwas halbwegs Magenschonendes zu akzeptieren, futtert es mit gutem Appetit und nichts deutet auf den morgendlichen Zwischenfall hin. Mütter halten ja meistens lange durch und sind die einzigen, die auf der Infektwelle schwimmen statt mittendrin. Aber wenn sie doch mal untergehen, dann gründlich. Dann gibts zwei Wochen Bauchschmerzen bei jedem Bissen, egal was. Also wird lieber meistens gar nichts außer Tee eingefüllt. Trotzdem müssen die Kinder, die zwar wesentlich fitter als Mama, aber doch nicht ganz kindergartentauglich sind, bekocht und beschäftigt werden. Da schleppt man sich eben nach draußen, auch wenn man trotz herrlichstem Sonnenschein friert. Und das Ganze beschert einem dann einen historischen Tiefstand auf der Waage. Genauer gesagt, hab ich die Zahl da wohl noch nie gesehen. Die muss irgendwann aktuell gewesen sein, als mein Gewicht mich noch herzlich wenig interessierte. ;-)
Etwas richtig Passendes zu nähen, ist jedenfalls in der Situation nicht die schlechteste Idee. Da ich noch nie klapperdürr war, ist es jetzt nicht so, dass es schlimm wäre, das neue Gewicht ein Weilchen zu halten ... ;-)

Hier ist es also, Friday Evening Nr 3:


Da hängt es etwas unmotiviert und unförmig auf dem Bügel und sieht irgendwie furchtbar breit aus. Das liegt aber nur daran, dass ich so kurz bin. 36/38 ist ja jetzt nicht allzu riesig. :-) Am lebenden Modell wärs schöner, aber das ist heute leider nicht drin. Sobald die Faktoren Tageslicht, Zeit und Fotograf einmal gleichzeitig auftreten, wird ein Foto nachgereicht.
Die Ärmel habe ich dieses Mal auf frühlingshaft knappe 3/4Länge gekürzt und ein kontrastfarbenes Jerseybündchen dazugebastelt. Am Ausschnitt wurde auch ein Bündchen angefügt. Und da ich fand, dass die Punkte im unteren Bereich noch mal auftauchen müssten, damit es ein ausgewogenes Bild ergibt, habe ich noch zwei größere Kreisblumen appliziert. Nichts Kompliziertes also, aber genau so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Mir gefällts und ich freue mich schon drauf, die fröhlichen Blumen von der Sonne bescheinen zu lassen.

Aus den letzten Jerseyresten wurde noch ein Loop, und damit ist wieder ein kleines Plätzchen in der "Für mich"-Kiste freigeworden.


Die Stoffe wurden von Blaubeerstern entworfen und im Nähstübchen Emily erstanden.
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Probegenäht für Kääriäinen

Himmelblau und Sommerbunt - 16 März, 2014 - 16:03
Man versucht ja immer wieder mal probenähen zu dürfen, wenn jemand sich was Schönes ausgedacht hat. Dieses Mal hatte ich Glück. :-) Für Sophie Kääriäinen durfte ich das Shirt "Sari" testen. Ein ganz schicker Schnitt mit runder Passe, eingesetzten Seitenstreifen, die sich an Ärmeln und Seiten entlangziehen, und auf Wunsch mit Knopfleiste. Letztere Variante habe ich auch gewählt und finde, dass das richtig fein aussieht, hat schon was von einer Bluse. Nähen lässt sich das Shirt ganz easy mit etwas Fingerspitzengefühl und Geduld für genaues Arbeiten. ;-)

Ein großes Plus für "Sari" sind die verschiedenen kleinen Schnittteile. Da können Reste zum Einsatz kommen, die für nichts Ganzes mehr reichen. So habe ich für die Passe ein Überbleibsel des Birnenstoffs verwendet, in den Töchterchen sich im Stofflädchen heiß und innig verliebt hatte. Jetzt hat Madamchen zu seiner großen Freude noch ein Teil mehr davon.



Ich habe für mein kleines Mädel die Größe 92 genäht, auf leichten Zuwachs ausgelegt. Das geht besonders gut bei diesem Schnitt. Denn durch die ohnehin überschnittenen Schultern wirkt die Schulterpartie nicht zu groß, und die Bündchen verhindern, dass die Ärmel über die Hände rutschen. Am Körper fällt der Schnitt schmal aus, da sollte also nicht zu viel Zuwachs kommen. Aber die Kinder haben ja noch das Glück, meistens viel ausgeprägter in die Länge als in die Breite zu wachsen. :-) Wenn man ein locker sitzendes Shirt bevorzugt, ist das auch kein Problem, denn im E-Book ist eine ausführliche Anleitung für die Verbreiterung des Schnitts enthalten.

Den Schnitt "Sari" und auch eine weitere tolle Variante für Jungs gibt es voraussichtlich ab dem 23. 3. in Sophies Shop zu kaufen.
Was man aus den neuen E-Books noch alles Tolles zaubern kann, könnt ihr auf Sophies Tour durch die Blogs ihrer Probenäher entdecken, auf ihrem eigenen Blog "Kääriäinen".
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2 Stunden sind einfach zu wenig ...

Himmelblau und Sommerbunt - 14 März, 2014 - 12:48
... um ein Bild fertigzustellen. Erst recht bei mir, die dazu neigt, zu allem eher lange zu brauchen.
Hier muss ich wohl bei Gelegenheit noch mal ran:


Wieder Kunst am Vormittag. Thema dieses Mal: Stillleben, Entdecken und Darstellen von Hell und Dunkel.
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Kunst am Vormittag

Himmelblau und Sommerbunt - 8 März, 2014 - 21:08
Das hatte ich seit einer halben Ewigkeit nicht mehr gemacht: Die teuren Künstlerstifte (die ich mir als Studentin vom Munde abgespart hatte) hervorgekramt und gezeichnet, einfach um der Freude am Tun willen. Früher, im Vor-Mama-Leben, kam das oft vor. Jetzt brauche ich dafür einen Termin. Den hatte ich mir zum Geburtstag gewünscht, in Form eines Kurses an der Volkshochschule. Ich hatte mich für "Malen und Zeichnen am Vormittag" entschieden - zu meinem großen Glück. Denn wie ich nebenbei erfuhr, hat man bei allen anderen Kunst-Kursen Schwierigkeiten, einen der begehrten Plätze zu ergattern. Da haben die unverhofften freien Vormittage sich schon sehr vorteilhaft ausgewirkt.

Am Donnerstag traf sich die kleine Runde der Kunstbeflissenen, die nicht nur abends Zeit haben, zum ersten Mal unter der Leitung von Gerd Küchler. Eine bunt gemischte Gruppe von 6 Damen, eine davon Brasilianerin (die kaum Deutsch spricht, weswegen so ganz nebenbei auch gleich noch mein Englisch als Übersetzerin aufpoliert wird), eine Zeichnerin des Landesamtes für Archäologie (sehr spannender Beruf) und mehrere bekennende Nicht-Künstlerinnen. Obwohl mindestens die Hälfte der Anwesenden überzeugt war, eigentlich gar nicht zeichnen zu können, nahm am Ende jede etwas mit Hause, das doch überraschend künstlerisch wirkte. Man muss ja nicht gleich mit fotorealistischen Portraits anfangen. ;-)

Beim ersten Herantasten an das künstlerische Schaffen ging es darum, ein Gefühl für Linien, Flächen und das Zusammenspiel von Farben zu entwickeln. Richtig und Falsch gab es nicht. Also wurden ganz nach Lust und Laune Linien übers Blatt geschwungen und die Zwischenräume mit Farben gefüllt, jeder mit dem Material, wonach ihm war oder was sich gerade anbot. Gut, dass ich vorsichtshalber mal alles eingepackt hatte, was noch so in den Schubladen lag.

Das tat so gut! Einfach drauflos zu malen, ohne dass jemand zwischendurch etwas komplett anderes von einem will. Dabei zuzusehen, was aus dem Bild (oder so ähnlich) wird, wie es fast ein Eigenleben entwickelt, dem man einfach folgt. Irgendwie auch ein bisschen meditativ, einfach immer weiter zu machen, Fläche um Fläche, immer das Gleiche und immer ein Stück näher zum großen Ganzen.
Ein museumsreifes Kunstwerk ist es sicher nicht, aber ich mag es:


Und ich freue mich schon aufs nächste Mal. Hoffentlich klappts auch mit meinem nächsten Termin für die Kunst. Denn die Mädels waren kaum eine Woche im Kindergarten, da husten und schnupfen sie schon wieder und hängen als matte, aber ordentlich heiße Glühwürmchen auf dem Sofa. Irgendwie müssen die gesammelten Krankheitsbiester dieses Winters doch endlich totzukriegen sein ...
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Tomröschen und die schwedischen Gardinen

Himmelblau und Sommerbunt - 4 März, 2014 - 12:30
Wer soll das sein, und wer wird hier eingesperrt? Also, eingesperrt wird schon mal niemand. Aber jetzt mal ganz der Reihe nach ...

Wie jedes Jahr winkt natürlich auch 2014 wieder eine Faschingsfeier im Kindergarten und neuerdings ja auch in der Schule. Zunächst dachte ich, ich hätte nicht viel zu tun, denn Pilot und Prinzessin vom letzten Jahr passen noch. Aber dann wurde ja auch das Kleinste noch ein Kindergartenkind und brauchte ein Kostüm. Als was wollte sich die Minidame verkleiden? Selbstverständlich als "Tessin", wie die große Schwester.

Ich beschloss, dem kleinen Tochterkind ein Röckchen statt eines Kleidchens zu nähen, denn das würde lange passen und im Verkleidungsfundus nützlich sein. Weil ich (zum Glück ;-) ) kein Schnäppchen liegen lassen kann, hatte ich im Stofflager einen leicht durchsichtigen, zart schimmernden rosa Stoff, vor längerer Zeit aus dem dunkelblauen Kaufhaus für 3 €/m mitgenommen. Außerdem fielen mir zum Thema Prinzessin auch gleich die Tüllgardinen ein, die nach der Umgestaltung der Kinderzimmer nicht mehr gebraucht wurden. Die kamen dereinst sehr günstig vom schwedischen Möbelhaus, daher also die schwedischen Gardinen. :-) Und sie bieten wirklich jede Menge Material. Daraus lässt sich schon ein Kleinmädchentraum zaubern. Ist auch gar nicht schwer, man braucht nur etwas Ausdauer für meterweise Raffnähte.
Also nähen, nähen, nähen, raffen, raffen, wieder nähen, außen Rosa, innen Tüll, Bund oben dran, Gummi einziehen, fertig zur Anprobe.


Anprobiert wurde denn auch, und zwar so lange und intensiv, dass ich das Kostüm gleich zum ersten Mal waschen konnte. Auch der große Bruder musste natürlich die Tauglichkeit seines Pilotenoutfits noch mal überprüfen. Und weil sie nun schon mal so fein waren, heirateten Pilot und Prinzessin spontan auf einem englischen Schloss. Dazu brauchten sie dringend sowohl ein Lämmchen, als auch einen Wal, und mussten das Kinderzimmer aufwändig umgestalten (ähem ...). Aber süß sind se eben doch: :-)



Die rosa Bluse fand sich passenderweise in den rausgewachsenen Sommersachen der großen Schwester. Und nicht dass etwa jemand denkt, das edle Fräulein hätte keinen kostbaren Glitzerschmuck, um das Outfit zu toppen! :-)

Nun wäre eine Prinzessin, wie jeder weiß, nicht komplett ohne Kopfschmuck. Bei den ganz kleinen Damen gestaltet sich die Sache mit Haarreifen und Krönchen allerdings etwas schwierig. Also bekam unser Prinzesschen ein Gummihaarband mit Blümchen verziert und wurde kurzerhand zum Dornröschen erklärt:

 Und da kommt das "Tomröschen" ins Spiel. Die kleine Dame behauptet nämlich, dass sie das wäre. "Dornröschen" ist wohl, zumindest was die sprachliche Ausführung betrifft, eine schwierige Rolle. :-)

Damit war die kleine Maus faschingsfein ausgestattet. Aber die Arbeit war noch nicht getan. Denn angesichts des vielen Tülls kam das größere Töchterchen auf die Idee, dass es eigentlich gern eine Braut mit Schleier wäre, wo sein Kleid doch sowieso einen Rest von Mamas Brautkleid enthält. Das war nun nicht allzu schwer hinzukriegen. Tüllgardine über den runden Esstisch drapiert, große Schneidematte als Gewicht drauf, einmal die Runde rum geschnitten, fertig ist der Schleier. Der wurde nicht ganz mittig gefaltet, auf eine Haarspange geklebt und mit etwas Tüddeldü aus dem Bastelladen verschönert:


Und heute morgen rückten wir dann mit Kleidersack im Kindergarten an und mussten unsere beiden Hübschen schnell herrichten für die große Party. Da alles ruckzuck gehen musste, also nur ein paar schnelle Schnappschüsse aus dem Kindergartenflur:

"Tomröschen", ohne Glitzerkette, o wei!, die dann selbstverständlich noch angelegt wurde. :-) Man glaubt gar nicht, wie süß das live aussieht, wenn das Mädel so winzig klein in seinem Bauschröckchen durch die Gegend flitzt ...


Und die kleine Brautprinzessin von allen schönen Seiten. :-) Gewachsen ist sie doch ein ganzes Stück seit letztem Jahr. Von "bis zu den Füßen" kann beim Kleid nicht mehr die Rede sein ...
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Jenseits der Mitte ...

Himmelblau und Sommerbunt - 1 März, 2014 - 14:52
... bin ich diese Woche gelandet. Ab jetzt gehe ich auf die 40 zu! Das klingt erwachsen, aber fühlt man sich jemals so? Ich jedenfalls nicht.

Älter wird man trotzdem, und da das nun mal unvermeidbar ist, kann man es auch feiern. Dann macht es wenigstens Spaß. ;-) Bei mir war es am letzten Mittwoch wieder mal so weit.

Mann und Kinder haben gemeinsam kleine Geburtstagkuchen für mich gebacken. Und zwar erstmals ohne Backmischung, sondern mit Hilfe der "Lecker Bakery" 1/2012! Mit etwas fachlicher Beratung von mir haben sie unseren Lieblingsmohnkuchen gut hingekriegt. :-) Die Dekoration wurde von den Kindern ausgeführt und sie waren so stolz auf ihre Werke, dass sie sie natürlich unbedingt in Mamas Blog sehen wollen.

Die Kaffeetafel für die Gäste durfte ich selbst füllen. Es gab wieder die immer beliebte Erdbeer-Joghurt-Torte, außerdem Apfelkuchen mit Karamellkruste (Lecker Bakery 1/2012) und einfache Buttermilch-Himbeermuffins, zur Freude der Kinder mit grün gefärbtem Vanillefrosting und Fliegenpilzen dekoriert.

Blümchen hab ich natürlich auch bekommen. Dieses Jahr passt ja sogar das Wetter draußen schon zu den schönen Frühlingssträußen. Noch ein Grund zum Lächeln.

Ein paar hübsche Dinge zum Freuen, Benutzen, Vernähen und Genießen landeten dank der lieben Familie auf dem Geburtstagstisch. In der Mitte ein Gutschein für die Erfüllung meines diesjährigen besonderen Wunsches: Ich möchte einen Mal- und Zeichenkurs belegen. Früher habe ich nämlich oft und viel gezeichnet, aber seit ich Kinder habe leider fast gar nicht mehr. Und dieses Stückchen vom "Ich" möchte ich mir jetzt zurückerobern. So ein Kurs bietet eine ideale Möglichkeit - Anregung und auch die Zeit, die man für so einen festen Termin einfach einplanen muss. Ich freu mich riesig drauf und bin schon ganz gespannt!

Schon vom Nähbloggercafé durfte ich ein kleines Päckchen aus dem Königinnenreich mit nach Hause nehmen, das ich dann erstmal vor den Kindern im Schrank verstecken musste, bis der Tag des Auspackens gekommen war. :-) Und diese so liebevoll ausgesuchten Sachen habe ich drin gefunden: Meine ganz eigenen Aufkleber für Nähwerke! Und die süße Eule, die nur darauf wartet, eine Ladung Kuchenteig in einen besonderen Augenschmaus verwandeln zu dürfen. Die ganze Familie freut sich schon auf die nächstbeste Backgelegenheit. Vielen lieben Dank an Regina!

Eigentlich sollte die Gelegenheit, einen Tisch mit schönen Leckereien zu decken, schon heute kommen. Ich hatte noch ein Nachgeburtstagsbrunch mit Freundinnen geplant. Aber leider musste das vorerst ausfallen. Denn einige Bakterien haben, wie es aussieht, das Antibiotikum doch überlebt und mich wieder für einen ganzen Tag ins Bett geschickt. Jetzt kämpfe ich gegen die Biester an, so gut ich kann, und hoffe, dass ich die Party bald nachholen kann. Mit Eulen natürlich. :-)
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Reine Fleißarbeit

Himmelblau und Sommerbunt - 25 Februar, 2014 - 22:57

Das wollte ich schon lange mal erledigen, und der frühlingshafte Sonnenschein brachte endlich die nötige Motivation. Unsere Stuhlkissen waren jetzt wirklich schon seit einer ganzen Weile recht unansehnlich und passten auch gar nicht zur Einrichtung. Ansonsten gibts allerdings keinen Grund, sich nicht mehr darauf niederzulassen. Denn sie sind noch gut in Form und machen sogar ein paar Runden in der Waschmaschine immer wieder problemlos mit. Also werden sie nicht weggeworfen, sondern benäht. Das Thema "Kissen nähen" kam letztens beim Nähbloggertreffen auch auf und einige waren der Meinung, dass es schade um die Zeit wäre, in der man doch auch schicke Kleidung für sich nähen könnte. Stimmt schon, die spannendste Sache ist so eine Serienproduktion nicht gerade. Aber sie hat auch ihren Charme. Man kann hintereinanderweg die Maschine rattern lassen und zusehen, wie der Stapel fertiger Bezüge wächst. Und wenn dann alle Kissen bezogen und auf ihre Plätze gelegt sind, verändert sich auf ganz einfache Weise das Gesicht der ganzen Essecke. Sieht gleich viel freundlicher und harmonischer aus. Nachhaltigkeit ist natürlich auch noch ein Thema. Stuhlkissen bekommt man eher nicht mit auswechselbaren Bezügen zu kaufen. Wenn sie nicht mehr schön oder passend sind, muss man sie wohl oder übel komplett auswechseln, will man das Nähen dafür vermeiden. Schade drum, finde ich.

Ich habe jedenfalls genäht. Ganz einfach, aus günstigen Stoffen und mit Hotelverschluss. Auf den Kissen wird zum Essen gesessen, da wird gekleckert, vielleicht auch nicht unbedingt hungrig von der Gartenarbeit die Hose gewechselt, da ko... äh sitzt ;-) die Katze ... Alltagsgegenstände eben, die schnell gewechselt und problemlos gewaschen werden müssen. Dafür bieten sich die robusteren Stoffe vom Schweden an. Für die zwei oberen Kissen, die jetzt die Küche zieren, kam ein Rest aus der Wühlkiste zum Einsatz. Der Karostoff fürs Wohnzimmer wurde meterweise gekauft.

Auch ansonsten war ich recht fleißig in den letzten Tagen. Die ersten Wäscheladungen durften in der frischen Draußenluft flattern und sogar ein paar Quadratmeter Garten sind schon umgegraben. Unglaublich, im Februar! Wenn ich da an letztes Jahr denke ... Meinetwegen kann der Frühling jetzt gern bleiben, bitte.
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Stöffchen wechsle dich

Himmelblau und Sommerbunt - 23 Februar, 2014 - 14:03
Am Freitag war es wieder Zeit für das monatliche Treffen der Dresdner Nähblogger. Für den Februar war im Löbtauer Weltcafé eine Stofftauschparty angesetzt. Das Thema fand anscheinend großen Anklang, denn es fanden sich so viele Näherinnen mit und ohne eigene Blogs ein wie noch nie. Auch reichlich neue Gesichter waren dabei. Die Kennenlernrunde, die wir deswegen mal wieder einschoben, offenbarte viele interessante Facetten des Kreativhobbys. Wer alles dabei war, kann man bei den anderen Mädels über "Dresden näht" so schön erfahren, dass ich mir die Aufzählung jetzt glatt spare. :-)

Natürlich fanden gemäß dem Thema viele Stoffe, die bisher bei ihren Besitzern ein trauriges Lagerdasein fristeten, ein neues Zuhause, in dem sie sicher bald unter die Nadel hüpfen dürfen.
Ich hatte 4 Regalhüter aus den Vorräten gefischt und habe 2 davon sehr zufriedenstellend eingetauscht. Ein Stück Cord in einer schönen, satten Herbstlaubfarbe, die nur leider in unserer Familie keinem steht, zog zu Stefanie von "Mehr Sonntag". Ich konnte dafür einen weichen Wollstoff für einen kuschligen Winterrock mit nach Hause nehmen. Mit Kerstin (ohne Blog) tauschte ich einen Meter babyweichen Streifenjersey gegen einen feinen Cord mit Blumen. Da meine derzeitige Lieblingsfarbe Petrol drin vorkommt, hat er gute Chancen, ein Kleidungsstück für mich zu werden. Die Tauschergebnisse haben zumindest das Potential, meinen Entschluss zu fördern, mehr für mich zu nähen.
Ich kann das Februartreffen also durchaus als erfolgreich verbuchen. Natürlich ganz abgesehen von dem angenehmen Abend mit vielen netten Gesprächen, der sowieso immer dabei rausspringt. :-)


Kategorien: Kreatives

Klares Rollenverständnis

Himmelblau und Sommerbunt - 22 Februar, 2014 - 13:19
Wieder mal ein kleiner Lacher aus Kindermund:

Der große Mann im Haus plant, mit dem kleinen Mann irgendwelche Experimente mit Elektronik und ersten Programmierversuchen zu starten. Dazu hat er ein paar notwendige Dinge bestellt. Als er begeistert eine Lieferung kleiner Bauteile und einen Minicomputer auspackte, fragte das Junikäferkind: "Is schon Weihnachten?" Der Papa erklärte daraufhin, was er da alles hat und wozu, und Käferchen plapperte alles konzentriert nach. Ich meinte also zum Kind: "Ja, pass gut auf, dann weißt du Bescheid. Willst du dich auch so gut mit Computern auskennen wie der Papa?" Darauf vom 2,5jährigen Fräulein ein ganz überzeugtes: "Nein!" - "Womit willst du dich denn auskennen?" - "Mit Deko!"

Da sind die Rollenvorbilder doch klar. :-) Aber vielleicht ändert sich das ja doch noch irgendwann? Ich kann tatsächlich nicht so mit Technik, da fehlt mir einfach das tiefe Verständnis und auch das Faible dafür. Mir reichts, wenn ich den Computer für das, was ich gern machen möchte, benutzen kann. (Und da hab ich dank versiertem Ehemann auch schon so einiges gelernt. ;-) ) Aber wenn meine Mädels doch noch weiterführende Ambitionen entwickeln sollten - bitte, sehr gern! Und natürlich darf der junge Mann auch gern dekorieren, wenn ihm danach ist. Es sieht aber schon eher danach aus, dass er Papas Ideen der Freizeitgestaltung favorisiert. Und daran ist ja schließlich auch nichts falsch. Soll doch einfach jeder seinem Herzen und seinen Talenten folgen.
Kategorien: Kreatives

Viele Kinder braucht das Land - aber ohne Hebammen?!

Himmelblau und Sommerbunt - 20 Februar, 2014 - 14:11
Auch ich möchte mich jetzt öffentlich zu Wort melden zu einem Thema, das mir sehr am Herzen liegt:Den Hebammen in unserem Land, das doch , wie immer wieder auch in der Politik betont wird, so dringend auf Nachwuchs angewiesen ist, droht bald das Aus für ihren ganzen Berufsstand. Da sie die nun mal natürlicherweise vorhanden Risiken einer Geburt allein tragen sollen, ist es ihnen bald nicht mehr möglich, sich angemessen zu versichern. Schon jetzt sind die Versicherungen so teuer, dass man eine gehörige Portion Idealismus braucht, um den Hebammenberuf noch auszuüben. Und bald soll es gar keine Versicherung mehr geben, die den nötigen Schutz bietet.Damit ist es den Hebammen nicht mehr möglich, sich in der Geburtshilfe zu betätigen. Das bedeutet nicht nur das Ende für Geburtshäuser und Hausgeburten, sondern auch für so manche kleinere Geburtsstation, die mit Beleghebammen arbeitet. Und dann fällt leider auch für die Frauen die Unterstützung weg, die von freiberuflichen Hebammen vor und nach der Geburt betreut und ermutigt werden und sich vielleicht nur deswegen an das Abenteuer Baby (ein weiteres Mal) wagen. Das darf einfach nicht passieren! Deswegen:

Wer mit seiner Stimme etwas dazu beitragen möchte, hoffentlich noch vielen Frauen eine gute Betreuung rund um die Geburt zu sichern, unterschreibe bitte diese Petition.
Ich durfte selbst schon drei Mal erleben, wie wertvoll eine Hebamme in der Zeit rund um die Geburt sein kann. Als Nr. 1 unterwegs war, hätte ich mir eine Geburt im Geburtshaus gewünscht. Daran haben wir uns dann angesichts des finanziellen Risikos doch nicht gewagt. Denn damals waren Krankenkassen noch nicht zur Kostenübernahme bei außerklinischen Geburten verpflichtet und man ließ sich auch zu keiner Zusage vor der Geburt hinreißen. Schade, aber ich konnte mit der Entscheidung für eine ambulante Krankenhausgeburt gut leben. Geburtsvorbereitung und Nachsorge hat trotzdem eine tolle Hebamme vom Geburtshaus Striesen übernommen. Bei der Vorbereitung erfuhr ich unter anderem, dass man auch im Krankenhaus zu vorgeschlagenen Maßnahmen Nein sagen darf. Für mich unschätzbar wichtig, denn ich gehöre von Natur aus nicht zu den mutigen Neinsagern. ;-) Aber so habe ich mich getraut und einen Wehentropf, der sich im Nachhinein auch als völlig sinnlos erwiesen hätte, abgelehnt. Dafür bin ich heute noch dankbar. Wer weiß, wie die Geburt sonst gelaufen wäre ... So konnte ich, als ich meinen kleinen Sohn im Arm hielt, zur Belustigung des gesamten Personals zu meinem Mann sagen (Man bedenke auch Glückshormone und so, ganz ohne wars natürlich nicht. ;-) ): "Na, das ging ja. Das können wir wieder machen."
Knapp zwei Jahre später haben wir es dann wieder getan. Und da es beim ersten Mal doch gut gelaufen war, planten wir bei Nr. 2 dann gleich eine Hausgeburt, wieder mit "unserer" Hebamme vom Geburtshaus. Sie betreute uns von Anfang an abwechselnd mit der Frauenärztin, kam zu den Vorsorgeterminen nach Hause und bezog so auch den angehenden großen Bruder wunderbar in die Versorgung von Mama und Baby ein. Die Hebamme war wohl seine erste große Liebe, und als das Baby dann angekommen war und er es begrüßen durfte, war er kein bisschen überrascht. Da war wohl genau das gekommen, was er erwartet hatte. :-) Die Geburt gestaltete sich dieses Mal etwas langwierig. Erst schien das kleine Mädchen schon etwas zu früh raus zu wollen, später täuschte es mehrmals den Start vor, um sich dann doch noch Zeit zu lassen, und schließlich brauchte es noch eine laaaange Nacht, bis es sich ans Licht der Welt wagte. Immer war die Hebamme da, geduldig, mit gutem Rat, Ermutigung und natürlichen Mitteln gegen alle möglichen Problemchen. Baby durfte sich ganz nach seinem Tempo Stück für Stück vorwagen und zu seiner Zeit kommen. Auch wenn, ebenfalls eine Ungerechtigkeit, die Hebamme keinen Nachtzuschlag bekommt, wenn das Kind sich erst nach 8.00 Uhr nach draußen bequemt, obwohl es die ganze Nacht für seinen Weg gebraucht hat. Im Krankenhaus wäre wohl laut Hebamme schnell eine "sekundäre Wehenschwäche" diagnostiziert worden, das heißt Wehentropf ... und dann? Hätte mein Kreislauf es ausgehalten, wäre es Baby vielleicht zu schnell gegangen? Es hätte jedenfalls auch etwas anderes passieren können als die lange aber komplikationslose Geburt, die wir dank Hebamme erleben durften.

Bei Nr. 3 knapp 3 Jahre später war dann sofort klar, wo und mit wem wir das neue Familienmitglied gern begrüßen wollten. :-) Also genossen wir wieder Rundumbetreuung von Anfang an und am Ende eine ebenfalls lang dauernde, unglaublich anstrengende und trotzdem wunderbare Hausgeburt. Die treuen Leser kennen die Geschichte um den ersten Ausflug unseres Junikäferchens, alle anderen können sie bei Bedarf hier nachlesen.

Auch das macht die Hebamme: Baby muss für den ersten großen Bluttest gepiekst werden. Aber nicht schnell, schnell ins kalte Füßchen, sondern vorher liebevoll in Mamas Backschüssel angewärmt, damit es möglichst wenig schmerzhaft ist und ganz fix geht. Wie man sieht, fühlt das Kleine sich so sehr gut aufgehoben. :-)
An dieser Stelle also noch mal einen riesengroßen Dank an unsere Hebamme und all die anderen, die die Geburt von neuen Erdenbürgen liebevoll und kompetent begleiten! Hoffen wir, dass sie es noch lange können. 
(Ich möchte natürlich auch nicht ungesagt lassen, dass es viele tolle Krankenhaushebammen gibt und auch eine Geburt, die im Krankenhaus stattfindet, keine Katastrophe und oft sogar ein Segen ist! Es wäre schön, wenn einfach jede Frau die Geburt erleben dürfte, die sie braucht und möchte.)
Kategorien: Kreatives

Was macht Frau ...

Himmelblau und Sommerbunt - 17 Februar, 2014 - 22:13
... an einem Sonntagnachmittag, an dem sie sich noch nicht richtig gesund fühlt, aber auch nicht mehr krank genug um ihn guten Gewissens komplett im Bett zu verbringen? - Sie beginnt damit, halbherzig ein Stückchen Webband vom Tisch zu räumen, der noch vom letzten Projekt mit Nähkram bedeckt ist, und findet sich unversehens mitten im Sortieren und übersichtlich neu Aufwickeln des gesamten Bändervorrats. Nicht die dringlichste Aufgabe im Haushalt, zugegeben. Aber man kann so schön auf halber Konzentration vor sich hinmurksen. Und nötig wars allemal. Im Bänderköfferchen befand sich, neben schon früher auf Schräg- und Gummibandpappen gewickelten Schätzen, auch ein wildes Knäuel an Neuzugängen, die noch nicht in diesen Genuss gekommen waren. Darin musste man dann wühlen, bis man findet, wovon man doch genau weiß, dass man es irgendwo da drin haben müsste.

Erstmal stellte sich die Frage, worauf die neuen Bänder wickeln? Im Bastelschrank fand sich - Kreativfrau wirft ja nichts möglicherweise Nützliches und irgendwie Hübsches weg - noch die Pappbanderole von einem Puppengeschirrkoffer. Die wurde also erstmal in gleichmäßige, den Koffermaßen angepasste Stücke geschnitten. Da es aussah, als würde auf diese doch einiges passen, wurde kurzerhand beschlossen, auch die ordentlich verstauten Bänder in die Neuordnung einzubeziehen, nach Themen, Farben und wie es sonst halt passt.


Schon mal nicht schlecht. Sieht doch hübsch aus mit den Bogenkanten. Nur leider waren doch am Ende noch Webbänder übrig. Die jetzt auf schnöde Pappen? Och nö, bissel nett müssen die nun auch zurechtgemacht werden. Also Pappen zugeschnitten, Enden mit Washi-Tape umklebt und mit der Bogenschere in Form gebracht. Was muss ... ;-) Und weiter gewickelt.
Befestigt habe ich die Enden mit leicht zu lösendem Dokumentenklebeband, da Nadeln sich nicht bewährt hatten. Mal sehen, ob die Variante auf Dauer den Praxistest besteht.

Und wenn man schon mal dabei ist, werden auch noch alle anderen Bänder in Ordnung gebracht:


Kann nicht schaden, sich der vorhandenen Vorräte auf diese Art mal wieder ganz bewusst zu werden. ;-)

Und so wunderbar passt jetzt alles ins Köfferchen:


In kleinen Tütchen werden weiterhin Kleinstschnipsel aufbewahrt, die sich nur noch als Auf- oder Einnäher eignen.
Da wäre sogar noch Platz für das eine oder andere ... *harmlos vor mich hinpfeif* :-)

Hach, ich kann mich so richtig über so ein kleines Stückchen Ordnung aus dem Chaos freuen und will mir das immer wieder anschauen. Kennt ihr das? :-)

Das große Töchterchen schaute mir übrigens begeistert beim Schätze sortieren zu. Ich glaube, es dauert nicht mehr lang, dann fängt es auch an Nähkram zu horten. Es fragt schon immer, wann es endlich Nähen lernen kann. :-)
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Cool oder niedlich?

Himmelblau und Sommerbunt - 14 Februar, 2014 - 20:27
Am besten UND! Beides kann die neue Jerseyserie "Kissa" von Blaubeerstern. Ich darf wieder ein paar Stücke der Stöffchen nach Lust und Laune vernähen und dabei mit meinen kleinen "Models" auf Herz und Nieren testen. Bei uns landete dieses Mal eine Version in Jungsfarben. Natürlich auch für Mädchen tragbar, aber ebenso für coole Jungs, die in Lila und Pink definitiv nicht die offene Straße betreten würden. ;-)
Ein willkommener Anlass, mal wieder etwas für den jungen Herrn im Haus zu nähen, der bei so viel weiblicher Gesellschaft, was das Benähen angeht, oft etwas kurz kommt.

Zunächst also die coole Variante:

Jersey "Kissas Frühstück" kombiniert mit Dunkelblau aus dem Vorrat in einem "Short Sleeve" (Ottobre 3/13) in Größe 128. Das Vorderteil ziert ein selbst gezeichneter Hai, der aufgebügelt und mit Stickgarn aufgesteppt wurde. Schließlich fressen nicht nur Kätzchen Fische, sondern auch größere und spannendere Lebewesen. :-)

Am Ärmel findet sich bei genauem Hinschauen schon mal ein winziges Detail aus dem niedlicheren Kombistoff "Kissas Tag".

Dieser wurde dann noch ein wenig großflächiger eingesetzt - in einem Mütze/Schlauchschal -Set für kleine Abenteurer, die den Frühling draußen genießen wollen:
Die Mütze ist ein ganz schlichtes Modell nach den "Minutenmützen" von Klimperklein, das sich bei uns schon mehrfach auch unter Fahrradhelmen hervorragend bewährt hat. Der Schal ist nach Gefühl genäht, genau wie ein Loop, nur eben so kurz, dass er sich gerade über den Kopf ziehen lässt.

Hier führt unser kleines Mädchen das Set vor und würde es sicher gern behalten. Es wird aber wohl zum kleinen Cousin wandern, denn die Größe wird nicht mehr lange passen. Der Stoff ist uns noch nicht ausgegangen, also kann sie gern auch eins bekommen.

Unsere Designbespiele begleiten nun (hoffentlich) erstmal Frau Blaubeerstern auf eine Messe. (Gern hätte ich noch mehr beigetragen, aber da kam uns die überraschende Kindergartenaktion dazwischen.) Die vorübergehende Trennung fiel nicht leicht, vor allem vom Haishirt. Bei den Kindern kommen die Stoffe also sehr gut an. Was jetzt noch übrig ist, wird demnach auf alle Fälle auch noch in Lieblingsstücke umgewandelt werden.

Zur Qualität der Jerseys kann ich nichts anderes sagen als: Wie immer einwandfrei. Nach dem ersten Waschen in Form und Farbe stabil und frisch, gut zu vernähen, angenehm im Griff. Kann ich weiterempfehlen.

Das wollte ich unbedingt noch vermelden aus dem Seuchenpfuhl, den wir hier eröffnet haben. Streptokokken sind was Feines, da kann sich jedes Familienmitglied seine eigene Krankheit draus zurechtbasteln und sich im Antibiotika-Konsum doch traut vereint fühlen ...
Und Frau könnte nach 3 Kilo in 3 Tagen dank Halsweh, Bauchweh und Übelkeit sogar wieder ins Brautkleid passen - pünktlich zum 10jährigen Bestehen der Beziehung zum Lieblingsmann (übrigens wirklich rein zufällig am Valentinstag). Leider nimmt der Kreislauf die Kur etwas übel.
Wir feiern dann mal später ...

Zu Made4Boys kann ich hiermit auch mal wieder etwas schicken.
Kategorien: Kreatives

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